Große Olperer-Umrundung

Eine Transalp-Rundtour für eMountainbikes in Tirol

Diese Transalp habe ich erstmals explizit für eMountainbike (eMTB) konzipiert. Ich bin bei der Recherche jeden Meter der Strecke mit einem eMTB gefahren, auch wenn mir der Abschnitt schon bekannt war. Start und Ziel befinden sich bei dieser transalpinen Rundtour am selben Ort, was viele logistischen Probleme vermeidet. Außerdem gibt es alternative Strecken, so dass die Tour sehr flexibel gestaltet werden kann. Nahezu bei jeder Etappe hat man die Möglichkeit, mit dem öffentlichen Nahverkehr (Bus und Bahn) Transfers zu machen. So kann man auf Schlechtwetter reagieren. Als Start- und Zielort habe ich Gries am Brenner gewählt. Am Gasthof Rose kann man sein Auto während der Tour problemlos parken bzw. ganz mit dem Zug anreisen. Man kann natürlich anderswo starten und ankommen (z.B. Mittenwald, Innsbruck oder Brenner). Wählt man aber Gries aus, ist der Aufbau am stimmigsten. Das Beste kommt zum Schluss: die alpinen Highlights Pfitscherjoch, Schlüsseljoch und Brenner Grenzkamm.
Die Transalp ist als Rundtour in Uhrzeigerrichtung konzipiert. In Gegenrichtung ginge es auch, das ist aber nicht sinnvoll (extreme Schiebepassage vom Achensee zum Plumsjoch). Der krönende Abschluss Brenner Grenzkamm fährt sich am eindrucksvollsten in Süd-Nord-Richtung.
Ansonsten habe ich bei der Auswahl der Strecken meinen üblichen Maßstab angelegt – so viel wie möglich offroad (Straßenanteil nur 13%) und landschaftlich so schön wie möglich. Fahrtechnische Höchstschwierigkeiten gibt es keine. Damit ist klar, dass sich diese nahezu 100% fahrbare Transalp auch für normale MTB eignet.

Strecke

Gries am Brenner – Eggerjoch – Gschnitztal – Maria Waldrast – Stubaital – Mutterer Alm – Birgitz – Inntal – Inzing – Seefeld – Leutasch – Scharnitz – Karwendel – Hochalmsattel – Rißtal – Plumsjoch – Achensee – (Kögljoch – Steinberg) – Gufferthütte – Pinegg – Kaiserhaus – Kramsach – Pill – Weerberg – Weidener Hütte – Geiseljoch – Tux – Finkenberg – Ginzling – Schlegeisspeicher – Pfitscher Joch – Pfitschtal – Schlüsseljoch – Brennerbad – Brenner Grenzkamm – Gries am Brenner
Länge: 400 km
Höhenmeter: ca. 12.500 hm
Etappen: 6, Hinweise zu Varianten siehe bei den einzelnen Etappen

Die beste Zeit ist von Mitte/Ende Juni bis Mitte/Ende September, wenn der Schnee von den hohen Pässen verschwunden ist und es im Herbst noch nicht wieder geschneit hat. Es ist immer wichtig, sich vor und während der Reise rechtzeitig zu informieren und die aktuelle Wetterlage im Auge zu behalten.

Übersichtskarte

schwarz: Hauptroute
rot: alternative Strecken

00 map olperer umrundung

Höhenprofil
00 TTT fortlaufe

Wegeverteilung

wege untergrund

Übersicht Etappen der Hauptroute

  • Hinweise auf Varianten und alternative Strecken (falls vorhanden) in den Tagesberichten

1. Tag: 46 km, 1941 hm
Gries am Brenner – Vinaders – Eggerjoch – Trunahütte – Trins im Gschnitztal – Trinser Steig (Hinweise siehe Bericht 1. Tag) – Maria Waldrast – Mieders – Stubaital – Telfes

2. Tag: 74,2 km, 2137 hm
Telfes – Kreither Alm – Mutterer Alm – Birgitz – Nasses Tal – Völs – Zirl – Hatting – Seefeld – Wildmoosalm – Leutasch – Mittenwald – Scharnitz

3. Tag: 70,8 km, 1939 hm
Scharnitz – Karwendel – Hochalmsattel – Risstal – Plumsjoch – Pertisau – Achensee – Achenkirch

4. Tag: 86,9 km, 2447 hm
Achenkirch – Gufferthütte – Kaiserhaus – Pinegg – Kramsach – Brixlegg – Strass im Zillertal – Schwaz – Pill – Weerberg – Innerst – Weidener Hütte

5. Tag: 68,9 km, 2251 hm
Weidener Hütte – Geiseljoch – Vorderlanersbach – Finkenberg – Jochberg – Ginzling – Breitlahner – Schlegeisspeicher – Pfitscher Joch – Pfitschtal – Kranebitt

6. Tag: 53,1 km, 2004 hm
Kranebitt – Fussendrass – Schlüsseljoch – Enzianhütte – Brennerbad – Brenner Grenzkamm – Sattelalm – Gries am Brenner

Nachfahren der Tour

Tourenvorschläge

Die sorgfältig recherchierten und sauber dokumentierten Tourenvorschläge spiegeln den Zeitpunkt der Erstellung wider. Für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen kann ich aus verständlichen Gründen nicht garantieren. Ich freue mich über jeden Hinweis zu aktuellen Veränderungen.
Das Nachfahren der Routenvorschläge geschieht auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung aus der Benutzung der Informationen aus den Tourberichten, den Detail und sonstigen Informationen ist ausgeschlossen. Das gilt vor allem für Unfälle, angerichtete Flurschäden oder begangene Ordnungswidrigkeiten. Einzelne Streckenabschnitte können zwischenzeitlich einem Fahrverbot unterliegen oder nur für Fußgänger erlaubt sein. An diesen Strecken muss das Fahrrad geschoben werden. Schieben kann man sein Fahrrad immer, dann ist man nämlich Fußgänger.

Tipps für Unterkünfte und Raststationen

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen – siehe Kontakt.


Folgendes ist im Webshop verfügbar:

  • GPS-Tracks
  • Kartenscans
  • TOPO-Karte für Garmin GPS-Geräte
  • Finisher-Bikeshirt

Andreas Albrecht

gefahren von: Andreas Albrecht, Philipp Petermann

Die dokumentierten Strecken stammen aus Komplettbefahrungen und einzelnen Recherchetouren, um die Strecke zu optimieren. Jeder einzelne Meter wurde von mir persönlich gefahren, auch wenn ich Teilstücke schon von einer Transalp kennen sollte. Ich verlasse mich nicht auf Hörensagen oder Berichte anderer, sondern probiere es selbst aus. Danach treffe ich auf der Grundlage meiner Sachkenntnis die notwendigen Entscheidungen bei der Wahl der Strecke.

Die Bilder stammen von der Original-Befahrung und Erkundungen einzelner Streckenabschnitte. Wenn nicht anders angegeben, unterliegen sie meinem Copyright. Ansonsten ist der Bildautor genannt. Die Bildrechte liegen in diesen Fällen beim Autor, der mir das Recht zur Veröffentlichung erteilt hat.


Prolog

Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo

Wie schon erwähnt, habe ich diese Transalp erstmals ausdrücklich für eMountainbike (eMTB) konzipiert und recherchiert. Ein eMTB wie zum Beispiel das damals von mir verwendete Flyer Uproc6 kann alles, was ein normales MTB kann, also auch Trails fahren. Das hatte ich bei einer zweiwöchigen Tourenrecherche auf Elba ausgiebig getestet (siehe hier). Was aufgrund des hohen Gesamtgewichts eines eMTB im Vorfeld ausgeschlossen werden muss, sind längere Tragepassagen. Man kann sicher das eMTB mal über eine Stufe heben oder über einen Weidezaun wuchten. Das sollte aber die Ausnahme sein.

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Schiebepassagen kann man mittels Schiebehilfen (wie beim Boschmotor) entschärfen. Man muss aber wissen, wie das funktioniert. Das Handbuch gibt da nur vage Auskünfte. Die Schiebehilfe erfüllt ihren Zweck nur, wenn man die entsprechende Taste an der Bedieneinheit ständig gedrückt hält. Das ist bei Bosch derzeit ergonomisch schlecht gelöst, weil man die Hand verdrehen muss bzw. weil man mit der Hand den Lenkergriff nicht gut umgreifen kann.

Hinweis an die Bosch-Ingenieure: da könnt ihr euch durchaus noch etwas Besseres einfallen lassen! – Die Taste muss ergonomisch so angebracht werden, dass man sie beim Schieben ordentlich bedienen kann. Das sollte keine unlösbare Aufgabe sein.

Aus meinen Tests wusste ich, dass man mit einem eMTB auf Schotter in der Spitze eine Steigung von knapp 30% bewältigen kann. Dazu habe ich aus Interesse die Passage meiner Albrecht-Route zwischen der Bozzi-Hütte und der Montozzo-Scharte ausprobiert. Das sind rund 140 Höhenmeter mit einer max. Steigung von mehr als 30%, maximal wahrscheinlich ca. 40%. Im Turbo-Modus ging das gerade so, die letzten 20 Höhenmeter ging gar nichts mehr, da musste ich schieben. Das ist selbst mit Schiebehilfe grenzwertig.

Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo
Testfahrt am Montozzo

Deshalb habe ich bei der Olperer-Umrundung darauf geachtet, dass nahezu alle Passagen fahrbar sind. Nur ein paar Weidezäune sind zu überwinden, falls die gerade mal wieder geschlossen sein sollten.

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Zu zweit geht das aber allemal. Am Vorabend hole ich meinen Tourbegleiter Philipp in Garmisch ab. Er hatte zuvor noch die Zugspitze bestiegen. Als Sportlehrer ist Philipp fit genug, um am nächsten Tag die Transalp in Angriff zu nehmen, auch wenn es „nur“ mit dem eMTB ist. Wir hatten im Vorfeld schon einige Testtouren unter ähnlichen Bedingungen zusammen unternommen, also mit vollem Rucksack und als Zusatzgewicht einen Ersatzakku und das Ladegerät. Nach dieser Transalp sind wir schlauer und wissen, dass man durchaus nur mit einem Akku unterwegs sein kann. Mit den Boschmotoren und Akkus mit einer Kapazität von damals 400 Wh konnten wir man im Schnitt im ECO-Modus rund 1300 Höhenmeter im Anstieg zurücklegen. Das lässt sich auf Transalp machen, wenn man unterwegs Zeit fürs Nachladen einplant. Philipp und ich waren mit zwei identischen Flyer Uproc6 unterwegs – einziger Unterschied: an einem ist ein Nyon-Display, am anderen das kleine Normaldisplay. Das nehme ich, weil ich sowieso mein Garmin GPSmap 64 zum Aufzeichnen der Tour dabei habe.


1. Tag: Eggerjoch – Maria Waldrast

Trail am Eggerjoch
Trail am Eggerjoch

Strecke: Gries am Brenner – Vinaders – Eggerjoch – Trunahütte – Trins im Gschnitztal – Trinser Steig – Maria Waldrast – Mieders -Stubaital – Telfes
46 km, 1941 hm

  • 11 %: Straße
  • 23 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 61 %: Feldweg, Schotter
  • 5 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 01-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Variante Radweg Trins – Steinach, Matrei: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte

  • GPS-Track: 01var.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

01 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

01 TTT Olperer U

Der Wettergott ist uns gewogen. Die Prognose ist günstig – ein recht stabiles Sommerhoch soll uns in den kommenden Tagen begleiten. Gut 1000 Höhenmeter sind es hinauf zum Eggerjoch. Nach einer kurzen Passage hinein ins Obernberger Tal biegen wir in Vinaders auf die Nebenstrecke in Richtung Nößlach ab. An der Jakobskapelle beginnt der Almweg hinauf durch herrliche, lichte Lärchenwiesenwälder.

Auffahrt zum Eggerjoch

Immer schön im Eco-Modus kurbeln wir bergauf, ab dem Paulerhof auf guter Schotterpiste. Die Gegend ist sehr einsam.

Eggerjoch
Eggerjoch

Wir heben die schweren Bikes über das Weidegatter und machen uns an die Abfahrt.

Eggerjoch
Eggerjoch

Ein leichter Wiesentrail geht nach einem knappen halben Kilometer in die Forstpiste in Richtung Trunahütte über. Dort machen wir Rast.

Rast an der Trunahütte

Viel ist hier im Sommer nicht los, erzählt der Hüttenwirt. Der Wandertourismus kanalisiere sich im Wipptal auf das Stubaital, beklagt er. „Schuld“ daran seien die vielen Lifte dort. Wir haben unsere Aufstiegshilfen im Bike integriert und nutzen die Pause zum Nachladen der Akkus. Weiter geht es nach der Pause hinab ins Gschnitztal.

Gschnitztal
Gschnitztal

Das Nachladen wiederholen wir in Trins im Gschnitztal. Der kleine Ort befindet sich im Mittagsschlaf. Am Dorfbrunnen tanken wir Wasser nach.


Update Trinser Steig

Inzwischen gibt es ein Fahrverbot für Fahrräder auf dem Trinser Steig zwischen dem Gschnitztal und Maria Waldrast. Deshalb hier die Variante 01var fahren.

Trinser Steig Radverbot
Trinser Steig Radverbot

Weiter geht es in Richtung Maria Waldrast auf den reichlich vorhandenen Schotterpisten hoch über dem Wipptal. Tief unter uns sehen wir die Brennerautobahn, auf der sich langsam der obligatorische Urlaubsstau zusammenbraut. Am Kloster ist die Hölle los – wie überall in den Bergen, wo man bequem hinkommt.

Maria Waldrast
Maria Waldrast

An der berühmten Quelle zapft man das „Wunderwasser“. Die junge Frau vertraut der Quelle mit dem heilsamen Wasser.

Maria Waldrast: Quelle mit heilsamen Wasser - die junge Frau vertraut darauf
Maria Waldrast

Schnell ist die Passhöhe erreicht und die Abfahrt auf leichter Schotterpiste ins Stubaital beginnt.

Abfahrt ins Stubaital
Abfahrt ins Stubaital

Am Gasthof Kirchbrücke machen wir Rast. Leider ist an diesem idyllischen Ort heute kein Zimmer frei.

Gasthaus Kirchbrücke: ein schöner Rastpunkt
Gasthaus Kirchbrücke

So kurbeln wir hoch bis Telfes, wo es reichlich Auswahl an Übernachtungsgelegenheiten gibt. Wir werden in der Pension Kirchbrugger direkt an der Strecke fündig.

Variante 01var

  • Im Gschnitztal von Trins auf dem Radweg bis Steinach.
  • Dort weiter auf dem Radweg Richtung Innsbruck bis Matrei.
  • Im Nachbarort Mühlbachl beginnt die Auffahrt auf der Mautstraße in Richtung Maria Waldrast.
  • GPS-Track: 01var.gpx

Übernachtungstipps

  • Gasthaus Kirchbrücke
  • A-6142 Mieders, Kirchbrücke 3, Österreich
  • Telefon: 0043/52256/2489
  • www.kirchbruecke.com
  • Pension Kirchbrugger
  • A-6165 Telfes im Stubai, Telfes 2, Österreich
  • Telefon: +43 5225 62475

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


2. Tag: Mutterer Alm – Leutasch

An der Isar zwischen Mittenwald und Scharnitz
An der Isar zwischen Mittenwald und Scharnitz

Strecke: Telfes – Kreither Alm – Mutterer Alm – Birgitz – Nasses Tal – Völs – Zirl – Hatting – Seefeld – Wildmoosalm – Leutasch – Mittenwald – Scharnitz
74,2 km, 2137 hm

  • 6 %: Straße
  • 28 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 64 %: Feldweg, Schotter
  • 2 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 02-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Varianten: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte, ggf. separates Höhenprofil

  • GPS-Tracks: 02var1.gpx, 02var2.gpx, 02var3.gpx, 02var4.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

02 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

02 TTT Olperer U

Ohne Einrollen geht es gleich am Telfer Berg hinauf. Die Schotterpiste ist als Bikeroute ausgewiesen, zunächst in Richtung Pfarrachalm. Wieder haben wir einen schönen Blick weit hinab ins Stubaital.

Vom Stubaital zur Mutterer Alm
Vom Stubaital zur Mutterer Alm

Rast an der Kreither Alm, eine schöne Jausenstation.

Kleiner Trail zur Kreither Alm
Kleiner Trail zur Kreither Alm

Danach geht der Blick hinunter ins Inntal.

Hoch über dem Inntal
Hoch über dem Inntal

Philipp und ich sind nie weit auseinander, so dass wir schön quatschen können. Philipp ist sehr sportlich, hat viele Sportarten ausprobiert und keinerlei Berührungsängste mit der Elektromobilität.

Es zieht sich hin zur Mutterer Alm - im Tal liegt Innsbruck
Auf dem Weg zur Mutterer Alm – im Tal liegt Innsbruck

Wir treffen heute selten auf andere Mountainbiker. Nur an der Mutterer Alm ist mehr los, weil sie mit einer Seilbahn erreichbar ist. Man hat dort eine Art Abenteuerspielplatz aufgebaut, damit die Kinder beschäftigt sind.

Mutterer Alm
Mutterer Alm

Da es in der Ferne etwas grummelt, machen wir uns gleich an die Abfahrt hinunter nach Birgitz und weiter durchs Nasse Tal nach Völs.

Birgitz bei Axams
Birgitz bei Axams

Nun sind wir im Inntal und stoßen auf den Innradweg. Wer die Variante 02var1 Richtung Innsbruck wählt, muss hier rechts und flussabwärts abbiegen. Wir halten uns in Völs links. Es folgt eine längere, flache Passage auf dem Innradweg flussaufwärts bis Hatting. Unterwegs machen wir am M-Preis Rast, das bei Zirl direkt an der Strecke liegt. Willkommene Stärkung für den folgenden steilen Anstieg über Leiblfing und Auland nach Seefeld. Ehrlich gesagt, möchte ich diesen nicht mit einem normalen MTB fahren.

Seefeld - Wildsee
Seefeld – Wildsee

In Seefeld herrscht quirliges Treiben. Wir trinken einen Kaffee, da wir keine Eile haben. Die Unterkunft für heute Abend ist in Scharnitz schon gebucht. Danach nehmen wir die schöne Route über die Wildmoosalm und entlang des Katzenkopfes nach Leutasch.

Hochmoor bei Wildmoosalm
Hochmoor bei Wildmoosalm

Die Leutasch ist ein schönes ruhiges Tal, das im Winter ein beliebtes Langlaufrevier ist.

Leutasch bei Katzenkopf
Leutasch bei Katzenkopf

Wir genießen die Fahrt entlang der Leutascher Ache, die dann durch die Geisterklamm nach Mittenwald fließt.

Leutascher Ache
Leutascher Ache

Wir machen am Gletscherschliff halt. Soeben haben wir die Grenze nach Deutschland passiert. Unten im Tal liegt Mittenwald.

Mittenwald
Mittenwald

Die Aussichtsterrasse des Gasthauses liegt noch schön in der Sonne und wir beschließen, hier das Abendessen zu uns zu nehmen. Unsere Pension in Scharnitz bietet nur Frühstück an. Eine gute Entscheidung, die bayrische Hausmannskost schmeckt lecker. Hinweis: leider ist das Gasthaus inzwischen dauerhaft geschlossen.

Rast am inzwischen ex Gasthaus Gletscherschliff
Rast am inzwischen ex Gasthaus Gletscherschliff

Ohne Hektik radeln wir danach entspannt entlang der Isar bis nach Scharnitz, dem Tor ins Karwendel.

Variante 02var1

  • ab Völs auf dem Innradweg nach Innsbruck und von dort mit der Regionalbahn nach Seefeld
  • GPS-Tracks: 02var1.gpx

Variante 02var2

  • von Seefeld direkt nach Scharnitz über Triendlsäge, Gießenbach
  • GPS-Tracks: 02var2.gpx

Variante 02var3

  • nach dem exGasthaus Gletscherschliff steil und direkt hinab zur Isar
  • GPS-Tracks: 02var3.gpx

Variante 02var4:

  • Verbindung zum Bahnhof Mittenwald, falls man dort starten oder die Tour beenden möchte
  • GPS-Tracks: 02var4.gpx
  • Mutterer Alm
  • M-Preis in Zirl
  • Raststation am Bahnhof Mittenwald

Scharnitz

Mittenwald

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


3. Tag: Karwendel – Plumsjoch

Plumsjochhütte - bei gutem Wetter immer eine Rast wert
Plumsjochhütte – bei gutem Wetter immer eine Rast wert

Strecke: Scharnitz – Karwendel – Hochalmsattel – Risstal – Plumsjoch – Pertisau – Achensee – Achenkirch
70,8 km, 1939 hm

  • 2 %: Straße
  • 28 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 70 %: Feldweg, Schotter
  • 0 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 03-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Varianten: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte

  • GPS-Tracks: 03var1.gpx, 03var2.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

03 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

03 TTT Olperer U

Die Karwendeldurchquerung ist legendär und Auftakt vieler anderer Transalps, die zum einen über das Plumsjoch oder zum anderen über das Lamsenjoch führen können. Wir wollen an den Achensee, also ist das Plumsjoch die logische Wahl. Das Karwendeltal zieht sich bis zum Hochalmsattel ziemlich hin. Rund 18 Kilometer sind es, wobei man knapp 1000 Höhenmeter zurücklegt.

Karwendel - Nähe Karwendelhaus
Im Karwendel – Nähe Karwendelhaus

Da wir einen zweiten Akku dabei haben und deshalb nicht nachladen müssen, sparen wir uns den Stichweg zum Karwendelhaus. Wir peilen die Plumsjochhütte als den passenden Ort für eine ausgedehnte Rast ein. Die Auffahrt ist für uns beide ein Genuss. Insbesondere für mich, weil ich sie schon mehrfach mit einem normalen MTB gefahren bin.

Hochalmsattel
Hochalmsattel

Nach dem Hochalmsattel führt eine schöne Abfahrt über den Kleinen Ahornboden ins Risstal.

DSC00136
Karwendel – Abfahrt Richtung Kleiner Ahornboden
Karwendel - Abfahrt Richtung Kleiner Ahornboden
Karwendel – Abfahrt Richtung Kleiner Ahornboden

Am Großen Ahornboden beginnt die Forstpiste in Richtung Plumsjoch.

Risstal
Risstal
Auffahrt zum Plumsjoch
Auffahrt zum Plumsjoch

Die Plumsjochhütte liegt etwas abseits der Hauptroute. Bei schönem Wetter lohnt sich der Abstecher für eine Rast. Das Essen ist lecker und die Aussichten sensationell.
Hinweis für eBiker: die Plumsjochhütte hat keinen Stromanschluss, Nachladen ist also nicht möglich.

Am Plumsjoch: tiefe Schluchten!
Am Plumsjoch: tiefe Schluchten!

Nach der Rast folgt nach einem kurzen Anstieg die sehr, sehr steile Abfahrt in Richtung Achensee. Es ist eine ausgewiesene MTB-Route. Ein Schild mit einem Zusatzhinweis verkündet, dass nun eine Schiebestrecke folge.

Plumsjoch - MTB-Schiebestrecke?
Plumsjoch – MTB-Schiebestrecke?

Bergab trifft das sicher nur zu, wenn die Bremsen versagen sollten. Bergauf ist es definitiv eine Schiebestrecke. Einige entgegenkommende Mountainbiker machen uns das vor. Das Plumsjoch aus Richtung Achensee kommend bezwingen? Kann man machen, muss man aber nicht. Wir lassen bei der Abfahrt Vorsicht walten, die eBikes haben durch ihr höheres Gewicht ein anderes Bremsverhalten, an dass man sich vorher gewöhnt haben sollte.  

Bergab fahrbar
Bergab fahrbar
Plumsjoch - Schiebestrecke? Nein, bergab nicht.
Plumsjoch – Schiebestrecke? Nein, bergab nicht.

Der Talgrund ist bei der Gernalm erreicht. Wir bleiben auf der Schotterpiste bis kurz vor Pertisau. Dort werden bei Philipp schöne Erinnerungen an zurückliegende Urlaube mit der Familie geweckt.

Pertisau am Achensee
Pertisau am Achensee

Wir verbummeln etwas Zeit am Seeufer und machen uns dann auf den Weg entlang des Achensees.

Achenseebahn bei Seespitz
Achenseebahn bei Seespitz

Tagesziel ist Achenkirch. Dort liegt das Panoramahotel direkt am Weg, wo ich bei meiner Transalp München-Venedig schon einmal übernachtet hatte. Wir fragen auf gut Glück nach einem Zimmer. Sie haben etwas frei. Perfekt.

Variante 03var1

  • am Südende des Achensee ab Seespitze auf dem ausgewiesenen Radweg in Richtung Inntal
  • dort weiter wie 4. Tag in Richtung Geiseljoch
  • oder unter Umgehung des Geiseljochs direkt durchs Zillertal nach Mayrhofen (siehe Hinweise im Bericht des 4. Tages)
  • GPS-Tracks: 03var2.gpx

Variante 03var2

  • ab Achenkirch Fahrt durchs Rofangebirge via Kögljoch und Übernachtung in Steinberg
  • in dem Fall weiter am 4. Tag: entweder direkt nach Pinegg
  • oder zur Hauptroute über Gufferthütte (siehe Varianten 4. Tag)
  • GPS-Tracks: 03var2.gpx
  • Gernalm, Gernstraße 1, 6213 Pertisau am Achensee, Österreich, Tel.: +43524 35579
  • Pertisau, diverse Gasthäuser an der Strecke und am Seeufer Achensee
  • Gasthaus: Das Waldhäusl
  • A-6215 Steinberg am Rofan, Steinberg am Rofan 31, Österreich
  • Telefon: +43 5248 206

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


4. Tag:  Gufferthütte – Inntal – Weidener Hütte

Weidener Hütte mit eBike-Ladestation
Weidener Hütte mit eBike-Ladestation

Strecke: Achenkirch – Gufferthütte – Kaiserhaus – Pinegg – Kramsach – Brixlegg – Strass im Zillertal – Schwaz – Pill – Weerberg – Innerst – Weidener Hütte
86,9 km, 2447 hm

  • 26 %: Straße
  • 32 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 41 %: Feldweg, Schotter
  • 1 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 04-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Varianten: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte

  • GPS-Tracks: 04var1.gpx, 04var2.gpx, 04var3.gpx, 04var4.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

04 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

04 TTT Olperer U
Achensee
Achensee

Heute liegt die längste Etappe mit den meisten Höhenmetern vor uns. Da tut es gut, wenn man am Ende des Tages weiß, wo man sein müdes Haupt betten wird. Deshalb haben wir bei der Weidener Hütte angefragt und uns ein Zimmer reservieren lassen. So können wir den Tag entspannt angehen.

Waldhäusl in Steinberg
Waldhäusl in Steinberg

Zunächst fahren wir auf der alten Steinbergstraße am Unnütz-Massiv (welch herrlicher Name für einen Berg!) vorbei in Richtung der Gebirgsgrenze zwischen Tirol und Bayern. Dabei folgen wir im Tal dem Filzmoosbach. Eine erste kurze Rast legen wir an der Gufferthütte ein. Sie bewacht die grüne Grenze zu Bayern. Diese ist nur einen halben Kilometer Luftlinie entfernt.

Panorama an der Gufferthütte
Panorama an der Gufferthütte

Flugs geht es hinab in das Tal der Brandenberger Ache.

Im Tal der Brandenberger Ache
Im Tal der Brandenberger Ache

Einen Abstecher machen wir zum Kaiserhaus, das idyllisch im Talgrund liegt. Bei anderer Etappeneinteilung ist das ein guter Übernachtungstipp. Man könnte sogar im Sissi-Zimmer übernachten, das aus der Kaiserzeit Franz Josef des Ersten noch original erhalten geblieben sein soll.

Kaiserhaus mit Sissi-Zimmer
Kaiserhaus mit Sissi-Zimmer

Wir fahren weiter und erreichen Pinegg. Dort stoßen wir wieder mit der Routenvariante zusammen. Diese verläuft durchs Rofan und über Steinberg durch das Seitental der Steinberger Ache. Einen Teil des folgenden Straßenabschnitts vermeiden wir, indem wir auf die parallel verlaufende Schotterpiste ausweichen. Ab der Bushaltestelle Stegerstall rollen wir mangels Alternativen die Straße Richtung Kramsach hinunter. Dort liegt ein M-Preis am Wege. Inzwischen ist es sehr warm geworden, so dass wir die Rast nutzen, um Wasser nachzufüllen und uns luftiger anzuziehen. Bald sind wir im Inntal und fahren auf dem Innradweg flussaufwärts. In Strass berühren wir das Zillertal.

Strass im Zillertal
Strass im Zillertal

Wer das Geiseljoch auslassen will oder muss, kann hier direkt auf dem Zillertal-Radweg Richtung Mayrhofen fahren. Das ist eine eher zähe Strecke, eine Alternative wäre die Zillertalbahn. An deren Haltestelle kommt man in Strass direkt vorbei (gegenüber Hotel Post). Philipp und ich bleiben auf dem Innradweg. Die Thermik ist in vollem Gange und schiebt uns zusätzlich ordentlich an. So erreichen wir schnell Pill. Hier beginnt der finale Aufstieg über ca. 1300 Höhenmeter zur Weidener Hütte. Ein letzter Akkucheck – die Kapazität sollte reichen. Zur Not laden wir unterwegs bei einer Kaffeepause nach. Ganz nach dem Motto einer eBike-Transalp: von Steckdose zu Steckdose. Zwischenziel ist Weerberg.

Kirche St. Peter Weerberg
Kirche St. Peter Weerberg

Nach dem Abzweig in Richtung Innerst erstirbt der schon schwache Fahrzeugverkehr ganz, schließlich ist das für Kfz eine Sackgasse. Am verlassenen Gasthaus Innerst füllen wir Wasser nach und fahren dann auf dem Waldpfad weiter. Der spuckt uns schließlich nach einer kurzen, aber heftigen Schotterrampe auf einer Forststraße aus. Diese bringt uns in mäßiger, aber stetiger Steigung zur Weidener Hütte . Diese Alpenvereinshütte hat sich herausgeputzt. Sogar eine Ladestation für eBikes hat man eingerichtet. Philipp und ich laben uns an vorzüglichen Kaspressknödeln. Die Zeit bis zum Schlafengehen vertrödeln wir mit langen Gesprächen über zutiefst philosophische Fragen, die die Zukunft der Menschheit betreffen.

Weidener Hütte -eine gute Wahl
Weidener Hütte – eine gute Wahl

Variante 04var1

  • 1. als Anschluss an Variante 03var2: von Steinberg über die Nebenstraße in Richtung Achensee bis zum Wanderparkplatz Filzmoostal
    hier weiter in Richtung Gufferthütte wie Hauptroute 4. Tag
  • 2. auch in der Gegenrichtung möglich ab Parkplatz Köglboden bis Steinberg – dann weiter wie Variante 04var2
  • GPS-Tracks: 04var1.gpx

Variante 04var2

  • von Steinberg durch das Tal der Steinberger Ache direkt bis Pinegg
  • GPS-Tracks: 04var2.gpx

Variante 04var3

  • ab Strass im Zillertal direkt auf dem Zillertaler Radweg in Richtung Mayrhofen
  • dort weiter in Richtung Schlegeisspeicher über Schluchtstrecke (umgeht das Geiseljoch)
  • GPS-Tracks: 04var3.gpx

Variante 04var4:

  • Pill – Weerberg: ab der Innbrücke Pill auf Pfad am Fluss in Richtung Brandstatt
  • dann auf Schotterpiste durch den Wald nach Weerberg, kommt bei Pension „Kristall“ raus – dabei wird die Alte Kirche passiert mit diesem Superblick:
  • GPS-Tracks: 04var4.gpx
Pill Weerberg - alte Kirche
Pill Weerberg – alte Kirche

Radshop Zillertal

  • Gasthaus Kaiserhaus
  • A-6234 Brandenberg, Aschau 81, Österreich
  • Telefon: +43 5331 5271
  • www.kaiserhaus.eu
  • Hotel Post
  • A-6261 Strass im Zillertal, Oberdorf 6, Österreich
  • Telefon: +43 5244 62119
  • www.gopost.at
  • Gasthof Klausen (Pension Klausen in Weerberg gehört dazu – wenn man am z.B. nächsten Tag weniger Höhenmeter machen will)
  • A-6120 Pill bei Schwaz
  • Tel.: +43 5242 64185
  • www.gasthof-klausen.at
  • Weidener Hütte, DAV-Hütte Sektion Weiden
  • A-6133 Weerberg, Nafingalm 10, Österreich
  • Telefon Hütte: +43 664 88109940
  • Festnetz Hütte: +43 5224 22525
  • www.weidener-huette.at

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


5. Tag: Geiseljoch – Pfitscher Joch

Gesellschaft am Geiseljoch
In guter Gesellschaft am Geiseljoch

Strecke: Weidener Hütte – Geiseljoch – Vorderlanersbach – Finkenberg – Jochberg – Ginzling – Breitlahner – Schlegeisspeicher – Pfitscher Joch – Pfitschtal – Kranebitt (Kematen)
68,9 km, 2251 hm

  • 21 %: Straße
  • 29 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 40 %: Feldweg, Schotter
  • 10 %: Trail, Pfad
  • GPS-Tracks: 05-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Varianten: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte

  • GPS-Track: 04var3.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

05 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

05 TTT Olperer U

Am heutigen Morgen sind wir der Meinung, dass die grundlegenden Probleme der menschlichen Existenz nun geklärt sind, wenn man auf uns beide hören würde. Wir können uns beruhigt profaneren Dingen zuwenden, zum Beispiel uns auf die eBikes zu schwingen und heute eine Königsetappe über zwei schöne Transalp-Pässe zu fahren.

Weidener Hütte - auf geht's!
Weidener Hütte – auf geht’s!

Zuerst ist das Geiseljoch an der Reihe, von dem uns 500 fahrbare Höhenmeter trennen.

Trail zum Geiseljoch
Trail zum Geiseljoch

Wir benötigen keine Stunde und schon sind wir oben.

Geiseljoch
Geiseljoch

Ein schöner kleiner Trail auf dem ersten Teil der Abfahrt zeigt uns, dass die Wahl des Bikes die richtige war.

Trailabfahrt vom Geiseljoch
Trailabfahrt vom Geiseljoch – hinten rechts Olperer

Das eMTB bügelt über die wenigen holperigen Stellen hinweg, dass es eine wahre Freude ist.

Trailabfahrt vom Geiseljoch
Trailabfahrt vom Geiseljoch

Der Spaß könnte länger dauern, denken wir, als wir die Schotterpiste erreichen. Diese führt uns rasch ins Tuxer Tal hinab. Von Vorderlanersbach in Richtung Finkenberg müssen wir einige Höhenmeter auf der Straße vernichten. Ich hatte mir bei der Vorrecherche eine Nebenstrecke vorgemerkt, die kurz nach einem Tunnel rechts von der Straße abgeht. Wir rauschen prompt erst mal vorbei. Ich bemerke es aber schon nach 100 Metern. Wir drehen um und fahren über Brunnhaus nach Dornberg – nochmals ist ein Hauch von Trail dabei. Schließlich erreichen wir bei Jochberg die alte Schluchtstrecke in Richtung Schlegeisspeicher. Hier mündet die Variante 04var3 aus dem Zillertal ein, die das Geiseljoch ausgelassen hat.
Ein paar der Tunnels lassen sich außen umfahren.

Tunnelumfahrung im Zemmgrund
Tunnelumfahrung im Zemmgrund

Kurz vor Ginzling findet sich noch eine Hängebrücke, die uns früher als erwartet auf die alte Nebenstrecke bringt.

Hängebrücke bei Ginzling
Hängebrücke bei Ginzling

Das ergibt eine gemütliche Fahrt bis zum Berggasthaus Breitlahner, welches ebenfalls eine gute Übernachtungsoption wäre.

Alpengasthaus Breitlahner
Alpengasthaus Breitlahner

Wir liegen so gut in der Zeit, dass die fehlenden rund 1000 Höhenmeter bis zum Pfitscher Joch heute noch locker drin sind. Ich nutze die Rast am Breitlahner, um eine Übernachtung im Pfitsch klar zu machen. Das gelingt mir im Hotel Kranebitt bei Kematen. Also dann nicht lange gefackelt, auf geht’s. Das Pfitscherjoch ist der einzige etwas härtere Brocken auf dieser Transalp.

Am Schlegeisspeicher ist es geschafft - Zeit zum Innehalten
Am Schlegeisspeicher ist ein Zwischenziel geschafft – Zeit zum Innehalten

Am Schlegeisspeicher beginnt unter dem Olperer der gut ausgebaute Wanderweg im Zamser Grund.

Zamser Grund mit Olperer
Zamser Grund mit Olperer
Holzrampe
Holzrampe

Ein paar Stufen aufwärts wurden inzwischen mit Holzrampen entschärft, in denen man sein Fahrrad recht gut schieben kann.
Ansonsten sind wir mit unseren eMTBs zum Pfitscher Joch fast alles gefahren.

Steg auf dem Weg zum Pfitscher Joch
Steg auf dem Weg zum Pfitscher Joch
Weg mit Steinplatten
Weg mit Steinplatten
Ein wenig Anstrengung kostet es schon
Ein wenig Anstrengung kostet es schon

Ab der Lavitzalm kann man auf jeden Fall wieder fahren, mit Motorunterstützung eine reine Freude.

Das Kind im Manne!
Das Kind im Manne!

Wir haben ausreichend Zeit zum Fotografieren, so dass uns einige der Wanderer immer wieder einholen. Das gibt oft Anlass zu interessierten Fragen an uns zum Thema eBike. Italiener sind grundsätzlich sehr aufgeschlossen und interessieren sich für die technischen Aspekte, Deutsche und Österreicher eher für die sportliche Seite.

Kurz vor dem Pfitscher Joch - im Hintergrund Hohe Wand und Kellerkopf
Kurz vor dem Pfitscher Joch – im Hintergrund Hohe Wand und Kellerkopf

Unsere Erfahrung in diesem mehrtägigen Dauertest ist, dass unser allgemeiner Fitnesszustand sich durchs eBiken verbessert, da wir länger im niedrigeren Pulsbereich fahren können. Das ist gut für die Grundlagenausdauer und bestätigt sich bei mir später, als ich wieder mit normalen Bikes gefahren bin. Ein ganz überraschender Nebeneffekt für mich war, dass ich durch die langen Testfahrten mit eBikes 5 kg abgenommen habe – durch reine Fettverbrennung.  
Die Zeit vergeht wie im Fluge und schon sind wir am Pfitscherjoch.

Pfitscher Joch: Grüne Grenze Tirol (AT) - Südtirol (IT)
Pfitscher Joch: Grüne Grenze Tirol (AT) – Südtirol (IT)

Wir machen noch einen kurzen Abstecher zum Berggasthaus.

Pfitscherjoch Haus
Pfitscherjoch Haus

Es befindet sich in einer wunderschönen Lage , umrahmt von 3000er Gipfeln wie dem Olperer und dem Hochfeiler. An Traumtagen wie diesem hat man eine sensationelle Aussicht bis hin zum Ortler.

Blick ins Pfitschtal

Die Abfahrt auf der alten Militärpiste ist easy und entspannend. Sie lässt eine rasante Abfahrt ins Tal zu.

Die gute Militärpiste lässt eine rasante Abfahrt ins Tal zu
Abfahrt ins Pfitschtal

Bei der Abfahrt passiert man Militärbauten aus der Zeit des 1. Weltkrieges. Die sind der Grund, dass es diese schöne Piste gibt.

Alte Bunker an der Militärpiste zum Pfitscher Joch
Alte Bunker an der Militärpiste zum Pfitscher Joch

Ab dem Ort Stein beginnt die Fahrstraße, die wir über einen schönen Wiesenweg elegant umfahren.

Schöne Nebenstrecke im Pfitschtal
Schöne Nebenstrecke im Pfitschtal

Bald sind wir in Kranebitt im Hotel, das uns mit Südtiroler Gastlichkeit verwöhnt. Auch der Gasthof Alpenrose in Kematen wäre eine gute Option. Er liegt nur einen Steinwurf weit entfernt.

Gasthof Alpenrose in Kematen
Gasthof Alpenrose in Kematen

Variante 04var3 – unter Umgehung des Geiseljochs

  • ab Strass im Zillertal direkt auf dem Zillertaler Radweg in Richtung Mayrhofen
  • dort weiter in Richtung Schlegeisspeicher über Schluchtstrecke
  • GPS-Tracks: 04var3.gpx
  • Alpengasthaus Breitlahner
  • Pfitscherjoch Haus
  • Pfitschtal, Kematen: Hotel Kranebitt
  • Pfitschtal, Kematen: Gasthof Alpenrose

Radshop Zillertal

  • Hotel Kranebitt
  • I-39049 Pfitschtal (BZ), Grube 83, Italien
  • Telefon: +39 0472 646019
  • www.kranebitt.com
Gasthof Alpenrose in Kematen
Gasthof Alpenrose in Kematen

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


6. Tag: Schlüsseljoch – Brenner Grenzkamm

Brenner Grenzkamm
Brenner Grenzkamm

Strecke: Kranebitt – Kematen – Fussendrass – Schlüsseljoch – Enzianhütte – Brennerbad – Brenner Grenzkamm – Sattelalm – Gries am Brenner
53,1 km, 2004 hm

  • 4 %: Straße
  • 21 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 62 %: Feldweg, Schotter
  • 13 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 06-Olperer-Tirol.gpx

siehe auch Varianten: Hinweise weiter unten, eingezeichnet auf Übersichtskarte

  • GPS-Track: 06var1.gpx, 06var2.gpx, 06var3.gpx

Übersichtskarte

Untergrund: Farben der aktuellen Etappe analog Höhenprofil

06 map olperer umrundung

Höhenprofil Hauptroute

06 TTT Olperer U

Das Beste kommt zum Schluss. Heute werden wir diese schöne transalpine Rundtour vollenden. Gleich nach dem Frühstück geht es mit der Auffahrt zum Schlüsseljoch los. Diese alte Militärpiste wird bei Transalps normalerweise in der Gegenrichtung befahren.

Auffahrt zum Schlüsseljoch auf alter Militärpiste
Auffahrt zum Schlüsseljoch auf alter Militärpiste

Die Piste überwindet einen Höhenunterschied von gut 800 Metern, hat einige steile Rampen und wurde inzwischen saniert. Wir können die Auffahrt komplett fahren und brauchen dafür ca. anderthalb Stunden.

Blick ins Pfitschtal
Blick ins Pfitschtal

Der Blick zurück übers Pfitschtal ist gigantisch.

Panorama über das Pfitschtal in Richtung Pfitscher Joch
Panorama über das Pfitschtal in Richtung Pfitscher Joch

Die Abfahrt vom Schlüsseljoch in Richtung Brenner ist ein Highlight.

Schlüsseljoch - einer der schönsten Transalp-Pässe
Schlüsseljoch – einer der schönsten Transalp-Pässe
Abfahrt in Richtung Enzianhütte
Die Abfahrt in Richtung Enzianhütte beginnt als leichter Trail.

An der Enzianhütte machen wir Rast.

Enzianhütte
Enzianhütte

Gegenüber liegt der Brenner Grenzkamm in seiner ganzen Pracht vor uns.

Panorama in Richtung Brenner Grenzkamm
Panorama in Richtung Brenner Grenzkamm

Allzu lange verweilen wir nicht, da es hinter uns in den Bergen zu grummeln beginnt. Trotzdem lassen wir uns eine weitere Trailabfahrt auf dem Ziroger Höhenweg nicht entgehen. Die geht schließlich in die Schotterpiste zum Gasthaus Wolf über. Dort wechseln wir unter der Autobahn hindurch auf den Radweg in Richtung Gossensass. Bei Giggelberg beginnt die Auffahrt über knapp 1000 Höhenmeter zur Brennergrenzkammstraße. Diese erreichen wir in der Nähe des Sandjöchls .

Fakultativer Abstecher zum Sandjoch: dabei hat man diesen tollen Blick ins Obernberger Tal. Danach folgt die Abfahrt über rund 1000 Höhenmeter abwärts auf der alten Militärpiste nach Gossensass.
Fakultativer Abstecher zum Sandjöchl

Dabei hat man diesen tollen Blick ins Obernberger Tal. Die Fahrt in Richtung Sattelberg ist eine der Traumpassagen in den Alpen – ein grandioses Panorama umgibt uns. Über dem Olperer liegt eine Gewitterzelle, die den Bergen eine unheimliche Anmutung verleihen.

Brennergrenzkamm - Gewitterwolken türmen sich auf
Brennergrenzkamm – Gewitterwolken türmen sich auf

Zum Glück ist sie offenbar lokal begrenzt. Wir vertun keine Zeit mit langen Pausen, sondern fahren zügig durch bis zum Sattelberg.

Brenner Grenzkamm: Nachhaltige Nachnutzung der Bunkeranlagen
Brenner Grenzkamm: Nachhaltige Nachnutzung der Bunkeranlagen
Brennergrenzkamm - abseits des Weges locken tolle Aussichten
Brennergrenzkamm – abseits des Weges locken tolle Aussichten

Am Sattelberg beginnt die Abfahrt in Richtung Sattelalm auf der alten Militärpiste. Abwärts ist sie komplett fahrbar und hat an einigen Stellen Trailcharakter.

Brennergrenzkamm - Am Olperer blitzt und donnert es
Brennergrenzkamm: am Olperer blitzt und donnert es

Philipp meint, dass sei ein „Schottertrail“. Das trifft es recht gut.

Brennergrenzkamm - das Unwetter erreicht uns nicht
Brennergrenzkamm – das Unwetter erreicht uns nicht

Schließlich erreichen wir die Sattelbergalm. Die Gewitterwolken sind nicht bis hierher gezogen. Die Alm liegt so einladend in der Sonne, dass wir eine ausgedehnte Rast machen. Zeit, die Eindrücke der letzten Tage zu verarbeiten.

Sattelbergalm
Sattelbergalm

Wir sind uns einig, dass diese Tour für uns beide ein Highlight darstellt. Die Eindrücke waren so intensiv und positiv, wie ich es selten auf einer anderen Transalp erlebt habe. Philipp bestätigt das. Er meint, dass wir als harmonisches Zweierteam unterwegs gewesen sind, in dem in 6 Tourtagen keinerlei Missstimmung aufgekommen ist. Außerdem sind wir körperlich nie am Anschlag gewesen. Man bleibt über weite Strecken im Wohlfühlbereich.

Sattelbergalm
Sattelbergalm

Aber nun genug philosophiert, über den Bergen macht sich wieder eine Wolke breit. Wir machen uns an die Abfahrt, die direkt von der Sattelam nach Gries führt. Thomas ist mit seiner Tochter gerade im Garten seines Gasthofs Rose, als wir ankommen. Wir verstauen die Bikes. Da beginnt es zu tröpfeln, ein leichtes Sommergewitter kann uns nicht mehr ärgern. Perfektes Timing, passend zu dieser perfekten Tour.

Start und Ziel am Gasthof Rose in Gries am Brenner
Start und Ziel am Gasthof Rose in Gries am Brenner

Variante 06var1

  • ab Fussendrass das Pfitschtal hinab über Tulfer nach Wiesen
  • dort über Schmuders hinauf zur Hühnerspielhütte
  • Schotterabfahrt nach Gossensass
  • dort Richtung Giggelberg und weiter auf Hauptroute
  • GPS-Tracks: 06var1.gpx

Variante 06var2:

  • leichte Abfahrt über Zirogalm zum Radweg an der Brennerstraße
  • weiter abwärts Richtung Sterzing, bei Giggelberg weiter auf Hauptroute
  • GPS-Tracks: 06var2.gpx

Variante 06var3:

  • leichte Abfahrt von der Sattelbergalm nach Vinaders
  • dort talabwärts bis Gries am Brenner
  • GPS-Tracks: 06var3.gpx
  • Enzianhütte – Zirog
  • Telefon: Tel.: 0039 0472 – 631 224
  • Sattelbergalm
  • A-6156 Gries am Brenner, Neder 311, Österreich
  • Telefon: +43 (05274 87717
  • www.sattelbergalm.at

Gries am Brenner

  • Gasthof Rose
  • A-6156 Gries am Brenner, Gries 16, Österreich
  • Telefon: +43 5274 87201
  • www.gasthofrose.com
  • Danke Thomas für deine Tipps und Unterstützung!

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen: Kontakt


Höhenmeter ausreichend für autarke Transalp
Höhenmeter ausreichend für eine autarke Transalp

Mit dem eMTB kommt aus unserer Erfahrung eine neue Erlebnisdimension ins Spiel, immer vorausgesetzt, man kommt vom Mountainbiken. Das Naturerlebnis erscheint uns intensiver, weil man mentale und körperliche Kapazitäten frei hat, um die Umwelt besser aufnehmen zu können. Außerdem werden Leistungsunterschiede ausgeglichen, was sich positiv auf das gemeinschaftliche Erleben auswirkt.
Man muss aber klar und deutlich sagen. Die hier beschriebenen Strecken sind überwiegend Mountainbikestrecken, auch wenn sie bei dieser Tour eher von der leichteren Art sind. Wer keine Erfahrung mit dem MTB in den Bergen hat, wird an der Olper-Umrundung wenig Freude haben. Bergauf zu fahren ist für dieses Klientel nicht das Problem, Schwierig wird es bergab, wie ich oft feststellen konnte.

Bei der Vorrecherche für diese Transalp hatte ich die komplette Auffahrt von Pill aus dem Inntal bis zum Geiseljoch genutzt, um die Akku-Leistung zu testen. Mit einem Bosch PowerPack 400 legteich unter idealen Bedingungen 1765 Höhenmeter zurück (siehe Bild). Dabei bin ich fast die gesamte Zeit mit der geringsten Unterstützungsstufe gefahren. Der Untergrund war von Pill bis Innerst Asphalt, dann ein kurzes Trailstück und weiter bis Weidener Hütte geschotterte Forststraße.
Mit den inzwischen für Bosch-Motoren erhältlichen 625er Akku kommen mehr als 50% Reichweite dazu, mit einem 750er Akku ist es fast die doppelte Reichweite.
Damit sind autarke Transalps möglich, ohne einen zweiten Akku mitführen zu müssen. Es reicht aus, das Ladegerät mitzunehmen und gezielt Möglichkeiten zum Nachladen aufzusuchen und zu nutzen (vorbildliches Beispiel – Weidener Hütte – siehe 4. Tag). Auf jeden Fall muss bei der Streckenwahl darauf geachtet werden, dass keine längeren Schiebe- oder gar Tragepassagen vorkommen.

Problem Weidezäune

Radl-Rutsche
Radl-Rutsche

Weidezäune sind legitime Mittel, um das Vieh auf den Almwiesen zusammenzuhalten. Jeder vernünftige Bergwanderer oder Bergradler schließt die Zäune oder Gatter wieder hinter sich nach dem Passieren. Problematisch sind fest verschlossene Weidegatter. Über diese müssen die Räder hinweggehoben werden (siehe Bild 1. Tag). In anderen Regionen wie zum Beispiel Engadin oder Livigno hat man dazu intelligente Möglichkeiten entwickelt.  Biker können dort ohne Absteigen zu müssen, die Weidezäune passieren.

Eine clevere Lösung habe ich in Tirol gefunden. Die Wirtsleute der Blaserhütte haben eine von ihnen so genannte Radl-Rutsche in den Weidezaun eingebaut. Danke an Anita Nocker.
Kontaktinfo Blaserhütte: www.blaserhuette.at – Tel: +43-5275-20069 Mobil: +43-664-5718200
Zitat: „Und weil eine Hütte auch ein Hüttenerlebnis bieten muss, findest du den Waschraum (nur kaltes Wasser) und das WC am Gang. Unsere 3-Zimmerlager sind aufgeteilt auf 2 x 7 und 1 x 6 Lagerplätze.“

Albrecht-Route für eMTB

Nach meinen Recherchen war klar, es kann eine eMTB-Transalp auf einer modifizierten Strecke meiner Albrecht-Route geben. Dazu habe alle Teilstrecken getestet und mit einem eMTB abgefahren. Hier Bilder von den originalen Testbefahrungen.

Meine Vision aus dem Jahr 2014 ist wahr geworden! Die Albrecht-Route für eMTB ist ein tolles Erlebnis – siehe Bericht hier.

Albrecht-Route eMTB: Val Mora
Albrecht-Route eMTB: Val Mora

Danke an die eBike Lounge in Erfurt für Wartung und Service!

Datum: 31. Juli 2022

Hannes
Betreff: Olperer-Umrundung

Hallo Andreas, 

ist schon etwas her- aber nach den guten Erfahrungen mit deiner Transalp 2020 sind wir letztes Jahr im Sommer einen Teil der Olperer- Umrundung gefahren (von Schwaz bis Gries am Brenner), und das war auch einfach klasse! Vielen Dank auch hier nochmal für deine tolle Arbeit! Am Pfitscherjoch mussten wir in unserem Konstrukt (normales MTB mit Kindersitz und E- MTB mit Hänger) doch einiges schieben und tragen, aber bei gutem Wetter und dem Panorama war das gar nicht schlimm. Dafür konnten wir die anderen tollen Übergänge (auch das Geiseljoch und Schlüsseljoch) nahezu komplett fahren. Und der Brenner Grenzkamm zum Schluss war Wahnsinn!

Tausend Dank dir!

Viele Grüße aus Konstanz, 

Franzi und Hannes mit Carla und Lukas 

am pfitscher joch

Datum: 11.09.2016
Mirjam, Andreas mit 3 Kindern
Olperer-Umrundung

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Datum: 22.08.2016
Frauke Heuser
Olperer-Umrundung

Hallo Andreas,

ich wollte mich ja doch nach der Tour mal mit einem kurzen Bericht melden:-) Wir hätten uns auch fast kennengelernt, da wir am Ende der Tour nochmal im GH Rose übernachtet haben (05. auf 06.08.) und Thomas Libiseller meinte, dass Du fast auch da gewesen wärst, dann aber nach Garmisch umdisponiert hast.

Aber kurz zur Tour (ich bin in den Jahren davon schon mal die Albrecht Route und die Karwendel-Brenner-Route gefahren):
Uns hat es sehr gut gefallen, die Etappen waren gut zu schaffen (auch mit einem normalen MTB) und die Landschaften waren traumhaft. Die Rampen nach Seefeld waren allerdings teilweise wirklich nicht mehr schön…allerdings haben mich die Bremsen, die aufgrund des Wassers dort in Scharen waren, den Berg hochgetrieben:-).

Einen Fehler haben wir allerdings gemacht und trotz Wettervorhersage auf der Pfitscherjoch-Hütte übernachtet… es waren dann tatsächlich nach 30 Grad am Vortag morgens nur ca. 5 Grad, Regen, Nebel etc. Das war keine schöne Abfahrt…aber man lernt ja daraus…Tag 6 haben wir dann entsprechend gekürzt und sind via Straße/Radweg nach Gries zurückgefahren.

Die GPS-Daten waren super, die Alternativen haben wir nicht genutzt, sondern nur die Hauptstrecke. Super Tour mit gleichmäßigen Etappen und ohne große technische Anforderungen.

Eine Runde zu fahren erspart einem den Rücktransport, allerdings ist es mental irgendwie etwas anderes, wenn man eine „klassische“ Transalp fährt und seinem Ziel dann immer näher kommt. Wir freuen uns jedenfalls auf die nächste(n) Tour(en).

Alles Gute und viel Spaß bei Euren weiteren Touren.

Gruß
Frauke