Albrecht-Route Uina

Transalp: Imst – Uina – Stilfser Joch – Gardasee

Die erste Erkundung der Albrecht-Route

Fimberpass
Fimberpass

Diese Erkundungstour sollte die Basis für die Albrecht-Route werden. Damals konnte ich nicht ahnen, was sich aus meiner Suche nach der für mich optimalen Transalp alles entwickelt.

Deshalb lasse ich den Originalbericht aus dem Jahr 2000 soweit als möglich stehen wie ich ihn damals aufgeschrieben habe. Digitale Kameras waren damals etwas Exotisches, die Bilder waren im Ursprung analog geknipst – falls jemand noch weiß, was das ist. Gefahren bin ich nach einer reinen Kartenplanung, ohne GPS. Geht alles!
In den Detailinformationen der einzelnen Tage sind die originalen Uhrzeiten angegeben. Die damaligen Übernachtungspreise (soweit angegeben) aus der Zeit vor dem EURO haben eine gewisse historische Bedeutung und lassen mich heute schmunzeln.

Strecke

Imst – St. Anton – Verwalltal – Fimbertal – Val d’Uina – Prad – Stilfser Joch – Bormio – Gaviapass – Pejo – Madonna di Campiglio – Val d‘ Agola – Ponte Arche – Riva – Gardasee

Länge: ca. 395 km bis Riva, 400 km bis Torbole
Höhenmeter: ca. 11.425 hm
Etappen: 6

Die beste Zeit ist von Mitte/Ende Juni bis Mitte/Ende September, wenn der Schnee von den hohen Pässen verschwunden ist und es im Herbst noch nicht wieder geschneit hat. Es ist immer wichtig, sich vor und während der Reise rechtzeitig zu informieren und die aktuelle Wetterlage im Auge zu behalten.

Übersichtskarte

schwarz: erste Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route
cyan: Verbindung Laatsch – Münstertal zu Albrecht-Route

Albrecht Route Uina

Höhenprofil

Imst Riva2000 mit Untergrund
wegeverteilung

Übersicht der Etappen

1. Tag: 85 km, 1826 hm
Imst – Landeck – St. Anton – Verwall-Tal – Konstanzer Hütte – Heilbronner Hütte – Kops Stausee – Zeinisjoch – Galtür

2. Tag: 48 km, 1359 hm
Galtür – Ischgl – Fimbertal Weg – Heidelberger Hütte – Fimberpass – Alp Chöglias – Vna – Ramosch – Sur En

3. Tag: 47 km, 1767 hm
Sur En – Val d’Uina – Schlinigpass – Sesvenna Hütte – Schlinig – Schleis – Laatsch – Glurns – Prad – Gomagoi – Trafoi

4. Tag: 59 km, 2371 hm
Trafoi – Stilfser Joch – Pass Umbrail – Bocchetta di Forcola – Malga Pedenelo – Valle Forcola – Bormio – Santa Caterina Valfurva

5. Tag: 53 km, 2012 hm
S. Caterina – Gaviapass – Pezzo – Case di Viso – Rif. Bozzi al Montozzo – Forcellina Montozzo – Lago di Pian Palu – Pejo

6. Tag: 109 km, 2050 hm
Pejo – Dimaro – Madonna di Campiglio – Val d‘ Agola – Passo Bregn de l’Ors – Stenico – Ponte Arche – Dasindo – Passo Ballino – Lago di Tenno – Riva – Torbole

Nachfahren der Tour

Tourenvorschläge

Die sorgfältig recherchierten und sauber dokumentierten Tourenvorschläge spiegeln den Zeitpunkt der Erstellung wider. Für die Aktualität und Richtigkeit der Informationen kann ich aus verständlichen Gründen nicht garantieren. Ich freue mich über jeden Hinweis zu aktuellen Veränderungen.
Das Nachfahren der Routenvorschläge geschieht auf eigene Gefahr. Jegliche Haftung aus der Benutzung der Informationen aus den Tourberichten, den Detail und sonstigen Informationen ist ausgeschlossen. Das gilt vor allem für Unfälle, angerichtete Flurschäden oder begangene Ordnungswidrigkeiten. Einzelne Streckenabschnitte können zwischenzeitlich einem Fahrverbot unterliegen oder nur für Fußgänger erlaubt sein. An diesen Strecken muss das Fahrrad geschoben werden. Schieben kann man sein Fahrrad immer, dann ist man nämlich Fußgänger.

Tipps für Unterkünfte und Raststationen

Keine Gewähr für die Aktualität und Richtigkeit der Angaben. Hinweise zu Änderungen und Alternativen nehme ich gerne entgegen – siehe Kontakt.


Folgendes ist verfügbar im Webshop.

  • GPS-Tracks
  • Kartenscans
  • Finisher Bikeshirt

Kombination mit der klassischen Albrecht-Route ist möglich. Die GPS-Daten und Kartenscans decken dies mit ab. In den Daten sind auch der 1. Tag der Albrecht-Route Garmisch – Landeck sowie die Verbindung von Laatsch ins Münstertal enthalten.
Die GPS-Daten entsprechen auf den Streckenabschnitten, die jetzt Bestandteil der Albrecht-Route sind, jeweils dem aktuellen Stand.

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Andreas Albrecht

gefahren vom 10.-15. September 2000: Andreas Albrecht, Frank Dietrich (Pirna), Tobias Schmidt (Ulm)

Die Bilder wurden bei der Erstbefahrung analog aufgenommen. Später habe ich sie von Papierabzügen eingescannt. Dadurch ergibt sich ein authentischer Blick auf die Erkundungstour.


Prolog

Fimbertal: Weite und Stille in den AlpenFimbertal
Fimbertal: Weite und Stille in den Alpen

Transalp mit dem Mountainbike zu fahren übt eine unvergleichliche Faszination aus. Seit 1994 bin ich in den Alpen unterwegs. Eigene Erfahrungen sind unverzichtbar, um das Erlebnis genießen zu können und es nicht zum unkalkulierbaren Wagnis werden zu lassen. Eine Transalp zu planen wird immer ein Kompromiss sein zwischen Fahrbarkeit der Strecken und dem Eintauchen in die Felswelt des Hochgebirges.

Weiterlesen…

Der Alpenhauptkamm zwischen den Ötztaler Alpen und den Hohen Tauern bietet für Biker keine komplett fahrbaren Übergänge an. Mindestens eine Stunde schieben oder tragen ist immer angesagt. Das Fahren soll bei Transalp jedoch im Mittelpunkt stehen. Auf die vielbefahrenen Auto-Pass-Straßen auszuweichen ist auch keine Alternative, wenn das majestätische Erlebnis der stillen Bergwelt im Vordergrund stehen soll. Weiter westlich sieht es günstiger aus. Hinter dem Fernpass liegen die Übergänge in greifbarer Nähe, die den Transalp in Richtung Gardasee, dem klassischen Endpunkt, auch für Otto Normalbiker möglich machen. Die wilde und zerklüftete Verwall-Gruppe ist wie die Silvretta durchzogen von den hier typischen V-Tälern. Sie führen relativ sanft in Höhen von 2400-2600 m und sind zu großen Teilen fahrbar. Wenn  man dann die für Biker uneinnehmbare Gletscherfestung des Ortler-Massivs westlich umfährt, ergibt sich die Streckenführung fast von selbst.


1. Tag: Verwalltal

Verwalltal
Verwalltal

Strecke: 85 km, 1826 hm
Imst – Landeck – St. Anton – Verwall-Tal – Konstanzer Hütte – Heilbronner Hütte – Kops Stausee – Zeinisjoch – Galtür

  • 16 %: Straße
  • 40 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 38 %: Feldweg, Schotter
  • 6 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 01-Imst-Galtuer.gpx
  • bei Start in Garmisch-Partenkirchen zusätzlich wie original Albrechtroute
    GPS-Track: 01-ALR-Garmisch-Landeck.gpx (von Garmisch bis Imst)

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route

01 map albrecht route uina
1tag 2000

Das Tiroler Städtchen Imst hinter dem Fernpass wählte ich als Ausgangspunkt der Tour. Vom Gardasee gelangt man hierher problemlos zurück, sei es per Bahn, Bus oder Bike. Das ist zudem sehr preiswert, wenn man keine internationalen Fahrkarten erwirbt, sondern Regionalzüge benutzt. Der Inn-Radweg bis Landeck und die Strecke weiter bis St. Anton am Arlberg bringt zum Einrollen viele leichte Kilometer. Ab hier bietet das Verwall-Tal einen ersten Eindruck davon, was eine Transalp alles bereithält. 

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Das Wetter meint es Anfang September gut mit uns, strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Oft gibt es in der ersten Septemberhälfte eine stabile Hochdruck-Wetterlage. Es ist noch warm und die Wege sind nicht überlaufen. Wir genießen die weiten Hochflächen in ihrer Stille. Mit der ist es allerdings an der Heilbronner Hütte, dem Übergang ins Paznaun-Tal, vorbei. Der vielgepriesene Hüttenzauber will sich angesichts der Massen an Wanderern nicht einstellen. Meine Tourbegleiter Frank aus Sachsen (der schon bei der Ronda Dolomiti im selben Jahr dabei war) und Tobias aus Ulm (via Internet zu uns gestoßen) und ich beschließen deshalb, ins Tal abzufahren. Hier zeigt sich der Vorteil, mit dem Rad unterwegs zu sein. Kaum eine Stunde später sind wir gut 800 Höhenmeter tiefer im Paznaun-Tal und beziehen in Galtür unser erstes Quartier.

Verwalltal
Verwalltal
Heilbronner Hütte
Heilbronner Hütte

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
Imst082608:45Inntal-Radweg
Landeck2281610:00 
St. Anton49128611:30am Hotel Mooserkreuz km 52 links ab ins Verwall-Tal
Rasthaus Ferwall55144512:20 
Konstanzer Hütte61168813:30+43 (0)664 5124787, Weg 517 – Rast bis 14:20
Schönverwall-Hütte67200715:15bis hierher gut fahrbar, nach Bachbrücke Tragepassage, auf Plateau wieder fahrbar
Neue Heilbronner Hütte71232016:200043/5446/2954, Kapazität: 50 Betten, Rast bis 17:00
Kops Stausee78185517:15Traumabfahrt auf guter Schotterpiste, kurzer Anstieg vor Kops-Stausee
Zeinisjoch811842 nach See links ab MTB-Weg Galtür
Galtür85158418:00Verkehrsamt 0043/5443/85210, Übernachtung Haus Silvretta – 200 ÖS ÜF – 0043/5443/8395
  1828 hm gesamt

2. Tag: Fimberpass

Fimberpass
Fimberpass

2. Tag: 48 km, 1359 hm
Galtür – Ischgl – Fimbertal Weg – Heidelberger Hütte – Fimberpass – Alp Chöglias – Vna – Ramosch – Sur En

  • 8 %: Straße
  • 39 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 31 %: Feldweg, Schotter
  • 22 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 02-Galtuer-SurEn.gpx

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route

02 map albrecht route uina

2tag 2000
Heidelberger Hütte

Tragepassage zum Fimberpass
Heidelberger Hütte: Tragepassage zum Fimberpass

Heute wartet mit dem Fimber-Tal ein weiteres V-Tal auf uns. Nach knackigem Anstieg hinter Ischgl führt uns der Weg relativ sanft zur Heidelberger Hütte. Kurz davor passieren wir unspektakulär die Schweizer Grenze. Nur ein Pfahl zeigt auf einem Schild an, dass wir Österreich verlassen. Der Weg zum Fimber-Pass erfordert zwar ein paar Schiebepassagen, dauert aber kaum eine Stunde und oben ist er sogar wieder fahrbar. In vielen Berichten steht folgendes geschrieben:
Im Mittelalter sollen über diesen Pass die Toten aus Ischgl zum Friedhof nach Sent im Engadin gebracht worden sein, denn das Paznaun-Tal gehörte jahrhundertelang zur Gemeinde Sent. Im Winter war der Weg unbegehbar. Man ließ deshalb die Leichen einfrieren und brachte sie im Frühjahr in Sent unter die Erde.
Klingt gut, oder nicht?

Der Wahrheit kommt wohl folgende Version näher: Die Gemeinde Sent hatte sehr große Weidegebiete im Paznaun erworben und Ischgl gehörte lange Zeit als Kirchengemeinde zu Sent. Die Geschichte mit den Toten ist eine alte Überlieferung. Da sich die Senter nur im Sommer in Ischgl aufhielten, ist es wohl sehr selten vorgekommen, dass die Leichen eingefroren wurden, um sie später zu transportieren. (Quelle: Cla Rauch – Gemeinde Sent). Wie dem auch sei. Wir genießen den anspruchsvollen Single-Trail ins Unterengadin im rätoromanischen Teil der Schweiz. Das Rätoromanische ist die vierte offizielle Sprache der Schweiz und hat seine Wurzeln im Lateinischen. Weitere verwandte Sprachgruppen findet man in Südtirol (ladinisch z.B. im Grödner Tal) und die zahlenmäßig größte Gruppe im italienischen Friaul („furlan“) – Quelle: Robert Thätig. Hier grüßen sich Wanderer und Biker mit „Allegra“. Wir treffen allerdings auf der gesamten Tour auf wenig Menschen, so dass wir die neuen Sprachkenntnisse selten anwenden können.

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
Galtür0158409:00Start in Galtür
Ischgl11137609:15an Silvretta-Bahn vorbei rechts ins Fimbertal Weg 302
Bodenalpe18184210:30bis hierher gut fahrbar, Asphalt
Heidelberger Hütte25226411:40160 Betten (Lager, Bett), bis hier guter Schotterweg fahrbar, ab hier links steil bergauf schieben, teilweise fahrbar (ca. 1 h), grandioser Übergang)
Fimberpass29260813:30Passhöhe fahrbar, Single-Trail-Abfahrt (Schiebe-Stücke), Alp Chöglias km 32, ab km 33 wieder komplett fahrbar
Griosch351817 ab hier sehr guter Forstweg, Variante: Zuort, Kurhaus Sinestra, Sent, Sur En (breite Naturstraße), notwendig wenn nicht Val d’Uina sondern über Scuol, Pass da Costainas nach Münstertal
Praschan371833  
Vna40163015:40ab hier Straße
Ramosch44123115:50 
Sur En47112416:30Tor zum Val d’Uina
  1359 hm gesamt


3. Tag: Val d’Uina

Val d'Uina
Val d’Uina

Strecke: 47 km, 1767 hm
Sur En – Val d’Uina – Schlinigpass – Sesvenna Hütte – Schlinig – Schleis – Laatsch – Glurns – Prad – Gomagoi – Trafoi

  • 25 %: Straße
  • 31 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 28 %: Feldweg, Schotter
  • 16 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 03-SurEn-Trafoi.gpx

Hinweis: in Laatsch ist ein Wechsel hinüber zur klassischen Albrecht-Route möglich, falls man nicht die Straßenauffahrt zum Stilfser Joch machen möchte

  • GPS-Track: 03-Verbindung-Laatsch-Muenstertal-zu-Albrecht-Route.gpx

Ansonsten siehe die Albrecht-Route Top of the Rocks am 4. Tag. Dort werden die Möglichkeiten beschrieben, aus dem Münstertal zum Pass Umbrail/Stilfser Joch zu gelangen.

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route
cyan: Verbindung Laatsch – Münstertal zu Albrecht-Route

03 map albrecht route uina
3tag 2000

Heute wartet das nächste Highlight der Tour auf uns. Viele Wanderer dürfen allerdings nicht unterwegs sein, wenn man die Eindrücke eines der dramatischsten Übergänge für Biker in den Alpen so recht in sich aufnehmen will. An der Bergkäserei Uina Dadaint laben wir uns mit Buttermilch. Danach wird der Weg immer schmaler und die Felsenwände ragen am Talschluss senkrecht in die Höhe. Ein Durchkommen scheint nur für alpine Kletterer möglich. Wenn man jedoch genau hinsieht, sieht man die Fels-Galerie, die 1910 gebaut wurde.

Val d'Uina - Schiebepassage
Val d’Uina – Schiebepassage
Val d'Uina - Ende der Schluchtstrecke
Val d’Uina – Ende der Schluchtstrecke

Auf Initiative des Deutschen Alpenvereins wurde von 1908-1910 eine halbe Röhre in den Fels gehauen, 1,3 m breit und 600 m lang. Damit waren lange Umwege zum Schlinigpass und zur heutigen Sesvenna-Hütte passé. Schwindelfrei sollte man sein. Der Steig verläuft ca. 150 – 200 m über dem Grund der engen Schlucht, durch die das Wasser tobt. An den brenzligen Stellen ist er jedoch gesichert. Diesen Trail vergisst man sein Leben lang nicht.
Oberhalb der Schlucht überquert man am Schlinigpass bald die Grenze zu Süd-Tirol. Wieder ist ein neues Sprachgebiet erreicht. Wir entschließen uns wegen des stabilen Wetters den Weg übers Stilfser Joch zu nehmen. Schnell geht es hinab ins Etsch-Tal, weiter bis Prad und noch ein paar Höhenmeter hinauf bis Trafoi.

Schlinigpass - Übergang nach Südtirol
Schlinigpass – Übergang nach Südtirol

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
Sur En0112408:30Start Sur En
Uina Dadora4149909:10 
Uina Dadaint7173109:40ab km 8 folgt ein 1,5 m breiter 600m langer Felssteig 150 m über Schlucht, 1910 gebaut, 11:30 Ende Felsgalerie,
dann Hochebene, zu großen Teilen fahrbar
Schlinigpass12231112:00Übergang nach Süd-Tirol, Holzdrehkreuz
Sesvenna -Hütte14225812:150039/0473/830234 (Lager, Bett mit HP), sehr schön, Rast bis 13:20, Abfahrt schwerer Schotter, teilweise schieben
Schlinig18173813:55ab km 17 Asphalt, am Ortsende rechts ab Wiesenweg Richtung Schleis, dann Schotter, kurz bergauf, dann Traumabfahrt bis Laatsch
Schleis22106414:15Kartenstück fehlt – Kopie aus Straßenatlas vorhanden
Laatsch27100514:30Radweg
Glurns2992014:35Rast, weiter Vinschgau-Radweg bis Prad
Prad3692015:15Stilfser-Joch-Straße, Beginn klassische Radler -Wallfahrtsstrecke
Gomagoi43127016:15 
Trafoi47150816:50Übernachtung: Gasthof Tuckett (HP 55.000 Lit.)
  1767 hm gesamt


4. Tag: Stilfser Joch – Alte Kriegspfade

Trail zu Bocchetta di Forcola
Trail zu Bocchetta di Forcola – im Hintergrund der Ortler

Strecke: 59 km, 2371 hm
Trafoi – Stilfser Joch – Pass Umbrail – Bocchetta di Forcola – Bocchetta di Pedenelo – Malga Pedenelo – Valle Forcola – Bormio – Santa Caterina Valfurva

  • 51 %: Straße
  • 11 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 16 %: Feldweg, Schotter
  • 22 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 04-Trafoi-StCatarina.gpx

Ansonsten siehe auch die Albrecht-Route Top of the Rocks am 4. Tag.

Dort wird die Passage ab Stilfser Joch beschrieben. Außerdem ist eine umfangreiche Bilderstrecke vorhanden.

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route

04 map albrecht route uina
4tag 2000
Stilfser Joch: Kehre 24 von 48
Stilfser Joch: Kehre 24 von 48

Der Morgen verspricht einen klaren Tag. Das Stilfser Joch mit seinen 48 Kehren ist eine der klassischen Radler-Wallfahrten in den Alpen. In reichlich 2 Stunden sind wir oben. Leider leidet der Ort unter der Fülle der Menschen, so dass wir schnell weiter radeln und am Pass Umbrail wieder in die Einsamkeit der Bergwelt eintauchen. Wir folgen den steinernen Spuren der blutigen Kämpfe des 1. Weltkrieges im Ortler-Gebiet. Österreichische Gebirgsjäger und italienische Alpini standen sich kämpfend gegenüber, die Schweizer riegelten am Pass Umbrail ihre Grenze ab. Das Leid der Soldaten muss besonders im Winter unendlich gewesen sein. An der Bocchetta di Forcola sind in 2768 m Höhe die Reste der alten Befestigungsanlagen zu sehen. 50 Höhenmeter tiefer stehen die Reste des Militärlazaretts der Italiener.

Überreste des Militärlazaretts
Überreste des Militärlazaretts an der Bocchetta di Forcola

Bis hoch hinauf auf ca. 3000 m ziehen sich die Reste der alten Militärtrasse. Für uns Biker sind die alten Pisten ideal. Breit genug und in Serpentinen schlängeln sie sich meist fahrbar an Bergflanken und durch steile Felswände hinab durch Terrain, das sonst Wanderern und Kletterern vorbehalten wäre. Überwältigt von den Eindrücken erreichen wir schließlich die alte italienische Stadt Bormio. Ein Wetterumschwung kündigt sich an. Die letzten Kilometer bis S. Caterina im Valfurva sind ein Wettlauf mit dem drohenden Regen. Heute sind wir die Sieger. Unterkunftsmöglichkeiten sind hier reichhaltig vorhanden.

Abfahrt ins Valle Forcola
Abfahrt ins Valle Forcola

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
Trafoi0150808:35Start
Stilfser Joch16275711:10 
Pass Umbrail19250211:30Hangweg rechts oberhalb Straße Bormio, fahren, schieben, Weg 171 ( Variante Straße nach Bormio)
Bocchetta di Forcola24276813:00kurz hinab zum alten Lazarett, Rast und links wieder hinauf
Tal-Ende Valle Forcola25263013:30Tal-Ende Valle Forcola
Militär-Piste26276814:00Weg 173, alte Militärstraße, gigantische Abfahrt in Serpentinen, gut erhalten, erst Schotter, dann Wiesenweg
Malga Pedenelo30238414:25 
Talgrund Valle Forcola34210014:55dramatischer Abstieg durch Felswand auf teils verfallener Militär-Piste, vor Rist. Solena links ab Richtung Bormio
Malga Boscopiano40152615:25Schotter
Straße nach Bormio41164015:40Schotter, knackiger Aufstieg
Bormio46122515:50Rast, weiter Straße Richtung Gaviapass
S. Caterina59173817:20 am Fuße des Gaviapasses
  2371 hm gesamt

Übernachtungstipp

  • in Santa Caterina Valfurva: Hotel Sport; Via Magliaga 2, 23030 S. Caterina Valfurva (SO), Tel.: +39 0342.925100

Der Hotelchef Norberto spricht sehr gut deutsch und ist perfekt auf Transalpbiker eingestellt, Wäscheservice, Reparaturmöglichkeiten, super Essen, organisiert im Fall des Falles alles, was notwendig sein sollte.


5. Tag: Gaviapass – Montozzo

Wettersturz an der Montozzo-Scharte
Wettersturz an der Montozzo-Scharte

Strecke: 53 km, 2012 hm
S. Caterina – Gaviapass – Pezzo – Case di Viso – Rifugio Bozzi al Montozzo – Forcellina Montozzo – Lago di Pian Palu – Pejo

  • 50 %: Straße
  • 15 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 18 %: Feldweg, Schotter
  • 17 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 05-StCatarina-Pejo.gpx

Hinweis: Das Missgeschick an der Montozzo-Scharte war mir eine Lehre. Wir hatten damals viel zu lange Rast an der Bozzi-Hütte gemacht, ohne das Wetter zu beobachten. Wären wir rechtzeitig aufgebrochen, hätten wir den Wettersturz womöglich im sicheren Tal erlebt.

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route

05 map albrecht route uina
5tag 2000

Heute wartet ein Klassiker des Giro d’Italia auf uns – der Gaviapass. Das Asphaltband schlängelt sich hoch hinauf bis auf 2652 m, immer die vergletscherten Berge im Blick. Bei der Rast auf der Passhöhe inspiziere ich interessiert die Fotos der Helden des Giro. Oft kamen sie sogar im Sommer bei Schneetreiben oben an, im kurzen Trikot. Auch uns sollten heute die Wetterkapriolen im Hochgebirge ereilen. Nach der rasanten Abfahrt ins Tal wartet ein Scharfrichter auf uns. Der Übergang nach Pejo über die Forcellina Montozzo hat es in sich. Noch mal gut 1000 Höhenmeter sind es hinauf zum Rifugio Bozzi al Montozzo.

Schützengräben an der Bozzi-Hütte
Schützengräben an der Bozzi-Hütte

Dunkle Wolken brauen sich zusammen, also weiter. Gerade als ich die Scharte schiebend erreiche, wird es düster und es beginnt zu hageln. In der Ferne zucken Blitze. Bedrohlich rollt der Donner durch die Berge. Besser hätte es kein Drehbuch schreiben können. Doch ich bin auf die Mitwirkung im Film nicht sonderlich erpicht. Schnell verwandelt sich der im oberen Teil sonst gut fahrbare Weg in einen Wildbach. Doch wir müssen runter nach Pejo. Ich kenne die Gegend von einem Ski-Urlaub her, es ist Luftlinie nicht mehr weit.

Der Lago di Pian Palu liegt blau schimmernd einige hundert Höhenmeter unter uns. Da unten ist der Wetterspuk vorbei. Am malerischen Anblick des Sees können wir uns heute nicht erwärmen, in wenigen Minuten sind wir total durchnässt und verdreckt in Pejo und quartieren uns in meinen alten Ski-Hotel ein.

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
S.Caterina0173808:35Giro-Klassiker, Asphalt
Mag. d. Alpe9229309:50ab hier flacher
Rif. A. Berni12254510:30 
Gaviapass15265210:50Rast, die Minestrone muss man kosten (1.Juli-1.Oktober – HP 60.000 Lit.-0039/0364/91806)
Pezzo29156512:30links ab ins Valle di Viso, Richtung Montozzo (Alternative: weiter Straße bis Ponte di Legno und Passo Tonale)
Case di Viso32176312:50Asphalt zu Ende, Beginn Schotter in Serpentinen, zu großen Teilen fahrbar, aber derbe
Rif. Bozzi al Montozzo38247814:450039/0364/900152 (Hütte HP 45.000 Lit), Rast bis 15:45
Forcellina Montozzo39261316:00knackige Schiebepassage, Gewitter, Hagel
Lago di Pian Palu45180017:00zunächst guter Weg, dann Single-Trail, nur teilweise fahrbar, kurz vor See an Weggabel links, hinter Staumauer wieder Asphalt
Pejo-Terme53139317:40Hotel Milano (war ich Silvester 1996/97) (HP 55.000 Lit), wir sind total naß und dreckig
  2012 hm gesamt


6. Tag: Grande Finale am Gardasee

Späte Ankunft in Riva
Späte Ankunft in Riva – aber gefinisht!

Strecke: 109 km, 2050 hm
Pejo – Dimaro – Madonna di Campiglio – Val d‘ Agola – Passo Bregn de l’Ors – Stenico – Ponte Arche – Dasindo – Passo Ballino – Lago di Tenno – Riva – Torbole

  • 23 %: Straße
  • 40 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 32 %: Feldweg, Schotter
  • 5 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 06-Pejo-Garda.gpx

Hinweis: diese extrem lange Schlussetappe war unserem jugendlichen Leichtsinn geschuldet. Das sieht inzwischen auf der Albrecht-Route deutlich besser aus, wenn man in Madonna di Campiglio startet.

Übersichtskarte

schwarz: Erkundung Albrecht-Route via Val d’Uina – Stilfser Joch
magenta: aktuelle Albrecht-Route

06 map albrecht route uina
6tag 2000

Die Wolken sind verzogen. Die Bremsen am Bike werden nachgestellt und ab geht’s ins Val di Sole, das heute seinem Namen alle Ehre macht. Ab Dimaro führt unser Weg entlang der schroffen Brenta-Gruppe nach Madonna di Campiglio, dem berühmten Ski-Ort. Es wartet noch ein Pass auf uns, der Bregn de l’Ors. Er erfordert eine letzte 30-minütige Schiebepassage. Danach belohnt uns ein sagenhafter langer Schotter-Downhill. Leicht rollt es sich weiter hinunter nach Ponte Arche. Der Gardasee ist heute noch zu schaffen. Es wird ein Gewaltritt auf der Straße. Die letzte Abfahrt vom Tenno-See über die alte Straße nach Riva bringt uns ein Hochgefühl, dass die Strapazen des heutigen Tages vergessen lässt. Punkt 19.00 Uhr stoßen wir als frischgebackene Transalpler auf dem zentralen Platz am Hafen von Riva mit Bier aus der Flasche an. 400 km und 11400 Höhenmeter verteilt auf 6 Etappen liegen hinter uns. Alles ist gut gegangen, unterwegs nur ein platter Reifen. Die nächste Transalp kann kommen.

(bitte Hinweise zum Haftungsausschluss beachten)

OrtkmhmZeitBemerkungen
Pejo-Terme0139308:35Start in Pejo, wieder strahlender Sonnenschein
Dimaro2176709:30Straße, rechts ab Mad. di Campiglio, in 1. Kehre Nebenweg geradeaus
Weggabelung25114010:35an Gabelung rechts ab Richtung Cascada
Nähe Straße nach Mad. C.31151711:30entweder Straße oder Forstweg weiter bis Liftstation
Passo Campo Carlo Magno34168212:00 
Madonna di Campiglio37152212:05Rast bis 13:10, weiter Straße Richtung Pinzolo
S. Antonio di Mavignola44121313:30am Ortsschild scharf links auf Asphalt Richtung Val d‘ Agola
Val d‘ Agola46117313:45Bachquerung, Forstweg, fahrbar
Lago di Val d’Agola52159514:45nach See straffe Schiebepassage – 30 min
Passo Bregn de l’Ors54183615:50oben an Kapelle Rast, Orientierungsprobleme, Gesicht zur Kapelle, nach links beide Wege möglich (nicht Richtung Malga Bregn de l’Ors)
Passo del Gotro55184816:00 
Malga Movlina56180316:10endlich abwärts, Schotter-Downhill vom feinsten
Rif. Erina65118016:40ab hier auch Asphalt
Rif. Ghedina66113216:45am Talende links ab Richtung Stenico (Rif.Gh.:0039/0465/321808), Übernachtung möglich
Stenico7666717:10Straße
Ponte Arche8040017:15Straße, Gewaltritt bis Riva
Dasindo8451217:50Straße
Ballino9079518:30höchster Punkt vor Gardasee, nur noch Abfahrt
Lago di Tenno9559018:40am Lago rechts ab alte Straße über Pranzo
Riva1067319:10Platz Hotel Centrale, geschafft, Bier
Torbole1097319:30Casa Morandi 0039/0464/505239 (ÜF 52.000 Lit)
  2090 hm gesamt
  11425 Gesamthöhenmeter

Übernachtungstipps

  • Villa Stella: Via Strada Granda, 104 – 38069 Torbole Tel + 39 0464 505354, www.villastella.it
  • Aktivhotel Santalucia Via Santa Lucia 6, (Gps Via Pontalti), I-38069 TORBOLE SUL GARDA (TN), Tel.: 0039-0464-505140, www.aktivhotel.it

Rückreise

Ich bin damals mit dem Fahrrad und der Bahn zurück an den Ausgangspunkt dieser Transalp.

Strecke in zwei Abschnitten: ca. 60 km, ca. 300 hm

  • mit dem Rad von Torbole nach Rovereto: ca. 20 km, ca. 300 hm
    Radweg ist sehr gut ausgeschildert und nicht zu verfehlen
    GPS-Track: Radweg-Torbole-Rovereto.gpx
    Download: hier klicken

Übersichtskarte Radweg Torbole – Rovereto

Radweg Torbole Rovereto
  • mit dem Regionalzug bis Brenner, ggf. mit Umsteigen in Bozen
  • mit dem Rad vom Brenner – Innsbruck: ca. 39 km, ca. 10 hm
    GPS-Track: Brenner-Innsbruck.gpx
    Download: hier klicken

Übersichtskarte Brenner – Innsbruck

Brenner Innsbruck
  • bei schlechtem Wetter mit Regionalzug bis Innsbruck
  • per Regionalzug z.B. Innsbruck – Garmisch – München
  • per Regionalexpress oder ICE weiter nach Hause

Shuttle

Inzwischen sind Shuttledienste auf breiter Front tätig, um Transalpler wieder zurück zu bringen.

Folgende deutschsprachige Anbieter organisieren einen Rücktransport vom Gardasee und auf Anfrage teilweise einen individuellen Gepäcktransport auf der Strecke:

Ein besonders toller Service wird hier angeboten.
PKW-Überführung vom Start- zum Zielort: www.transalp-shuttle.com Tel: 0043-676-6877008
Das klappt bestens, wie ich selber mehrfach erleben durfte. Rechtzeitige Anmeldung ist sinnvoll. Sie sind in der Sommersaison schnell ausgebucht.

Außerdem gibt es direkt vor Ort in Torbole noch folgenden Anbieter:

  • Shuttle Express Andre Conti (spricht sehr gut deutsch) – Kleinbus für 8 Personen mit Klimaanlage, auch Transalpshuttle:
    Sitz: Torbole sul Garda – Tel.: +39 329 1635392

Fazit

aus dem Jahr der Befahrung

Diese Transalp ist eine wahre Traumtour. Das Wetter war wie es besser nicht sein kann. Bei solchen Bedingungen werden die Trails weit über der Baumgrenze zum Genuss. Insbesondere die Passage nach dem Pass Umbrail zur Bocchetta di Forcola ist ein Highlight. In Kombination mit anderen von gefahrenen Strecke ergeben sich folgende geografische Eckpunkte für eine schöne Strecke im hochalpinen Bereich:

  • Lago Cancano
  • Valle di Rezzalo
  • Passo dell‘ Alpe
  • Gaviapass und
  • Montozzoscharte

Diese Route ist nahezu komplett befahrbar. Die Etappe am letzten Tag war ein wenig zu lang. Hier sollte man eine weitere Übernachtung einschieben, um am letzten Tag den Gardasee entspannter zu erreichen.
Das Stilfser Joch muss man mit dem Bike einmal bezwungen haben, wenn man in den Alpen unterwegs ist. Ein tolles Erlebnis, auch wenn die Straße im Sommer ab 10 Uhr meist stark befahren ist. Bei entsprechender Etappenplanung ist man rechtzeitig oben. Ende August wird die Straße an einem Tag für Autos gesperrt und gehört den Radlern alleine.
Infos dazu: Radtag Stilfser Joch

Fazit aus heutiger Sicht

Damals war ich auf der richtigen Fährte. Val d’Uina, Stilfser Joch und Bocchetta di Forcola haben es allerdings nicht in die klassische Albrecht-Route geschafft. Die nahezu komplett fahrbare Strecke über den Pass da Costainas sagte mir mehr zu. Das spricht nicht gegen das Val d’Uina. In meiner Top of the Rocks-Variante der Albrecht-Route ist es wieder enthalten. Außerdem habe ich das Val d’Uina in der besser fahrbaren Süd-Nord-Richtung in meine Transalp von Mittenwald an den Comer See eingebaut. Dokumentiert im Transalp Roadbook 13.