Transalp.info by Andreas Albrecht

Das Nachfahren der Touren geschieht auf eigenes Risiko. Siehe auch die Hinweise im Haftungsausschluss.

Albrecht-Route Gravel Bike

4. Tag: Über den Passo Foppa/Mortirolo nach Ponte di Legno (fast schon ein Ruhetag)

Strecke Hauptroute: 42,3 km, 1554 hm
Grosio - Passo Foppa/Mortirolo - Monno - Incudine - Vezza d'Oglio - Ponte di Legno - Pezzo

  • 73 %: Straße (mit wenig Verkehr von Grosio über Passo Foppa/Mortirolo bis Monno)
  • 26 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 1 %: Feldweg, Schotter
  • 0 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 04-ALR-Gravel-Grosio-PdLegno.gpx

Hinweise zur Route

  • Strecke entspricht im wesentlichen der Nebenroute am 4. Tag der eMTB-Albrecht-Route
  • Etappe hat einen relativ hohen Asphalt-Anteil, die Nebenstraße zum Passo Foppa/Mortirolo wird allerdings wenig befahren
  • alternativ kann man auch über den Col Carette fahren wie bei der Hauptroute 4. Tag der eMTB-Albrecht-Route
    GPS-Track: 04-var-Gravel-Col-Carette.gpx
    diese Strecke punktet mit Traumaussichten auf die Adamello-Presanella-Gruppe - die Abfahrt verläuft auf einer teils sehr steilen Schotterpiste
    siehe auch separates Höhenprofil
  • "Originalton" Stephan: Königsetappe an unserem 5. Tag. Nach einer halben Stunde Fahrt setzte Regen ein und wir durften die nächsten 2 bis 2,5 h bei Regen rauf zum Passo del Mortirolo und dabei die Giro d‘ Italia Piste meistern.

Übersichtskarte

  • die unterschiedlichen Farben der Tracks stellen den jeweiligen Untergrund der Strecke dar analog der Legende in den Höhenprofilen

04 Albrecht Route Gravelbike

04 Albrecht-Route Gravelbike Grosio-Ponte di Legno


04 var Gravel Col Carette von Grosio nach Ponte di Legno


Kurz nach dem Start in Grosio kommt dann der Abzweig nach links zum Passo Mortirolo oder Foppa.

Grosio

Blick über Grosio in nördliche Richtung: der Abzweig zum Passo Mortirolo/Foppa befindet sich ungefähr in Höhe der oberen Rechtskurve der Staatsstraße


Die Auffahrt erfolgt auf einer schmalen Nebenstrecke mit meist sehr wenig Verkehr.

Auffahrt Mortirolo

Blick ins Valtellina bei der Auffahrt zum Passo Mortirolo bzw. Passo della Foppa oder wie, was?! Aufklärung folgt sogleich.


Der unterschiedliche Sprachgebrauch ist verwirrend. De facto gibt es sowohl den einen als den anderen. Der Passo del Mortirolo liegt jedoch etwas abseits der Hauptstraße, wenn es nach dem Passo della Foppa hinunter nach Monno geht. Der eigentliche Straßenpass ist der Foppa. Der Hotelchef Jim Pini vom legendären "Hotel Sassella" in Grosio hat mir die Zusammenhänge erklärt. Foppa ist wie gesagt die alte, richtige Bezeichnung für den Straßenpass. Als dann der Giro d'Italia einige Male über diesen Pass führte, benutzte ein Reporter aus Unkenntnis den Namen des Passes Mortirolo, der Luftlinie keinen Kilometer entfernt liegt, aber nur auf Schotter zu erreichen ist.

mortirolo real

Passo del Mortirolo: Das Schild ist da! Nur zu Fuß zu erreichen oder mit dem Mountainbike auf dem Weg 435, ca. 500 m und 90 Höhenmeter oberhalb des Albergos Mortirolo.


Was der eine Reporter sagte, haben dann alle nachgeplappert und so bürgerte sich im Laufe der Zeit der "falsche" Name für den "richtigen" Pass ein. Durch die offenkundig hochwirksame normative Kraft des Faktischen ist inzwischen auch der Name "Foppa" von den Wegweisern vor Ort verschwunden. Allerdings gibt es auch eine Geschichte zum Namen des Passes von den Leuten aus dem Valcamonica, das von Grosio aus auf der anderen Seite liegt. Die sagten schon immer, dass sie zum Passo Mortirolo gehen. Also akzeptieren wir das als guten Kompromiss


Damit wäre das geklärt.Hilft aber alles nichts bei der Auffahrt. Vom Abzweig kurz vor Grosio bis zur Passhöhe warten knapp zwölfhundert Höhenmeter auf ihre Bezwingung.


Auffahrt zum Passo Foppa oder Mortirolo

Auffahrt zum Passo Foppa/Mortirolo: beliebt auch als Trainingsstrecke nicht nur für Rennradfahrer

Auffahrt zum Passo Foppa/Mortirolo


Am Passo Foppa werden Fakten geschaffen: nun mit dem Namen Mortirolo versehen

Am Passo Foppa werden Fakten geschaffen: nun mit dem Namen Mortirolo versehen. Die wahre Geschichte dazu kennt ihr ja nun auch.


Wenn man gut in der Zeit liegt, empfiehlt sich  bei gutem Wetter auf der Variante am Col Carette ein kurzer Abstecher über einen alten Militärpfad zum Pianaccio. Dort hat man eine fantastische Rundsicht zum Passo Tonale, der Adamello-Pressanella-Gruppe und hinunter ins Valcamonica.

Pianaccio


Vezza d Oglio

Vezza d'Oglio: rechts an der Waldkante verläuft der Radweg im Valcamonica, der Einschnitt im Hintergrund links ist der Passo Tonale


Übernachtungstipp Ponte di Legno

  • Ponte di Legno: Hotel Raggio di Luce, Chefin Carla spricht perfekt deutsch, sichere Bikegarage mit Waschmöglichkeit, Wäscheservice auf Anfrage
    25050 Temu, Via Valeriana 46 - loc. Plazza (Vorort von Ponte di Legno)
    Tel. +39 0364 900852 - mobil. +39 338 1140510
    Auf Anfrage bereitet Carla gerne ein Abendessen zu mit Produkten aus der Region und aus ihrem Bio-Garten direkt am Haus (siehe auch folgendes Bild).

Raggio di Luce