Transalp.info by Andreas Albrecht

Das Nachfahren der Touren geschieht auf eigenes Risiko. Siehe auch die Hinweise im Haftungsausschluss.

Albrecht-Route 6 Tage


4. Tag: Val Mora, La Baita

Strecke: 76,3 km, 1790 hm
Lü - Tschierv - Fuldera - Val Mora - Lago Cancano - Torri di Fraele - Bormio - Le Prese - Val di Rezzalo - La Baita

  • 5 %: Straße
  • 38 %: Radweg, Teer, Nebenstraße mit wenig Verkehr
  • 45 %: Feldweg, Schotter
  • 12 %: Trail, Pfad
  • GPS-Track: 03-ALR-Bodenalpe-Tschierv.gpx  (von Lü bis Tschierv)
  • GPS-Track: 04-ALR-Tschierv-Grosio.gpx (von Tschierv bis Torri di Fraele)
  • GPS-Track: 04-var-ALR-Torri-di-Fraele-Bormio.gpx (von Torri di Fraele bis Le Prese)
  • GPS-Track: 05-ALR-Grosio-Pezzo.gpx (von Le Prese bis La Baita)

Übersichtskarte

magenta: damals gefahrene Variante 6 Tage mit Hüttenübernachtung La Baita
schwarz: aktuelle Hauptroute

04 map albrecht route 6 Tage La Baita

Aktuelles Höhenprofil

04 ALR 6 Tage Lü Bormio La Baita


Herrliches Wetter begrüßte uns am Morgen. Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es erst mal bergab ins Münstertal. Ein Stück nach Osten und schon begann der Schotteranstieg in das traumhafte Val Mora, 600 hm am Stück. Jeder fand sein Tempo. Nach einer guten Stunde trafen wir uns an einer Alm wieder.

1 Alp Praveder

An der Alp Praveder gibt es eine Wasserstelle - perfekt, um zu warten, damit die Gruppe wieder zusammen kommt


Nächster Halt ist am höchsten Punkt, dem Döss Radond.

2 Doss Radond

Dirk hat das leichteste Bike dabei und ist zuerst am Döss Radond


Wir wartetn, bis alle Mitglieder unsere Gruppe nach und nach eintrudelten.

3 Doss Radond


Mittlerweile hatte sich auch eine Gruppe eines Alpencross Veranstalters genähert, die sich aber als recht inhomogen herausstellte. Während einige ihre überschüssige Energie beim Turnen mit den Bikes auf den herumliegenden Felsbrocken loswerden mussten (unter kräftigem Geläster unserer Gruppe), quälten sich noch etliche Nachzügler den Berg hinauf. Wir beeilten uns, um vor ihnen den Trail nach Italien zum Lago di Cancano zu fahren. Doch zunächst ging es auf traumhafter Piste leicht abfallend das Val Mora hinunter.

4 Val Mora

Val Mora


Später wird aus der Schotterpiste ein Wiesentrail.

5 Val Mora

Val Mora


Der Weg wird immer spannender.

Trail

Trail durch Krüppelkiefern im Val Mora


Streckenweise mussten wir schieben, aber der Rest war pures Vergnügen.

6 Val Mora

Val Mora - Trail durch die Schutthalden


Schließlich passieren wir am Passo Val Mora die grüne Grenze nach Italien und sind an den Stauseen oberhalb von Bormio.

Am Lago di Cancano ist man dann in Italien

Lago di Cancano


An einer sehr schön am Lago gelegenen Gaststätte kam dann die Enttäuschung, es gab nichts mehr zu essen! Kohlenhydrate mussten her, also nichts wie weiter. Aber zuerst mussten wir an den 2 Stauseen entlangfahren, die Straße war zwar recht langweilig und ziemlich befahren, die Ausblicke dagegen auf die Stilfserjochregion fantastisch.

Forcola

Eindrucksvolle Aussicht am Rifugio Monte Scale


Nach einer kurzen Pause bei den Torri di Fraele ging es über den gleichnamigen Pass in unzähligen Serpentinen hinunter nach Bormio. Der Pass wurde übrigens für die Lastwagentransporte zu den Stauseen angelegt.

Serpentinen

Torri di Fraele: Blick auf Serpentinenstrecke - in Richtung Bormio ist man auf der 6-Tage-Route


Vor Bormio noch fanden wir ein Restaurant, in dem wir unsere Apfelschorle und die heißbegehrten Nudeln bekamen. Von Bormio aus ging es dann erst mal bergab Richtung Sondrio. Die Strecke verläuft flussabwärts fast durchgängig auf schönen Radwegen entlang der Adda.

Sentiero Valtellina

Sentiero Valtellina: perfekter Zubringer. Verläuft inzwischen fast durchgängig als Radweg abseits der Straße von Bormio bis an den Comer See.


Vom Radweg zwischen Aquilone und Le Prese sieht man noch die Spuren des gewaltigen Bergrutsches im Tal der Adda, der im Jahr 1987 dazu führte, dass der Gaviapass asphaltiert wurde, da die normale Zufahrt nach Bormio verschüttet war.

Val Pola

Valdisotto bei Aquilone: Stelle des katastrophalen Val Pola-Bergsturzes vom 28. Juli 1987 (detaillierte Infos dazu hier)


Der übliche starke Gegenwind in den Nachmittagsstunden ließen unsere Windschattenfahrerei dann doch auseinanderfallen. Bei der Ankunft in Le Prese war ich dann ziemlich platt, und hatte wenig Lust auf die folgenden 850 hm zu unserer Hütte im Val Rezzalo. Eine Rast tut not.

7 Le Prese

Le Prese


Wir rasteten in dem typisch italienischen Dorf an der Bar "Ai Cacciatori". Die ist jeden Tag von frühmorgens bis spätabends geöffnet und wird von den Einheimischen ordentlich frequentiert. Das konnten wir feststellen, als wir Kräfte für den Schlussanstieg des heutigen Tages sammelten.
Die ersten 500 hm auf Teer bis Fumero waren dann doch in gut einer Stunde geschafft.

Le Prese Fumero

Auffahrt von Le Prese nach Fumero


Bei der anschließenden Schiebepassage (15% Steigung auf groben Steinplatten, da schiebt es sich genauso schnell wie es sich fährt) traf ich mich wieder mit Olli und Sascha. Die Hütte "La Baita" entpuppte sich als sehr liebevoll hergerichtete Alm, mit einem schönen Gastraum und einfachen, aber neuen und sauberen Schlafzimmern. Der Wirt Alessandro begrüßte uns herzlich und verwöhnte uns mit Salat, Nudeln, Nachspeise, Käse und Schnaps.


Übernachtungstipp:

La Baita - Val di Rezzalo

La Baita liegt etwas oberhalb der Kirche San Bernardo


La Baita

Danke caro amico Alessandro für das Paradies, dass du mit La Baita geschaffen hast!